Bereits im zweiten Qualilauf ist Anke Karstens anzusehen, dass ein Beschwerdefreies Fahren nicht möglich ist © Oliver Kraus

Karstens muss für Cortina pausieren

Vor dem zweiten Parallel-Event der aktuellen Weltcup-Saison im italienischen Cortina d'Ampezzo, das am 19. Dezember einen Parallelslalom unter Flutlicht ausrichten wird, muss das Raceboardteam von Snowboard Germany den nächsten Dämpfer hinnehmen.

Anke Karstens (Aschau, 30) muss aufgrund einer Verletzung passen und wird mindestens drei Wochen ausfallen.

Die Olympiasilbermedaillengewinnerin von Sotschi laboriert an einer Verletzung der Membran zwischen Schien- und Wadenbein (rechts), die sie sich beim Training im Kaunertal vor geraumer Zeit bei einem Sturz bei schlechter Sicht zugezogen hat.

„Ich habe deswegen schon die Deutschen Meisterschaften in Hochfügen ausgelassen und gehofft, dass es in Carezza wieder geht“, so Karstens.

Dort musste die Goofy-Riderin allerdings feststellen, dass ein beschwerdefreies Snowboarden nicht möglich ist.

„Ich konnte nur unter Schmerzen fahren. Von daher werden wir jetzt neue Bilder machen und dann entscheiden, wie lange ich pausieren muss. 2015 ist definitiv vorbei. Ich hoffe aber, dass ich Anfang 2016 in Bad Gastein [9.-10. Januar] wieder fit bin“, erklärte Karstens.

„Mein Anspruch ist, aufs Podium zu fahren, nicht nur in die Top-16. Wenn das aufgrund einer Verletzung nicht möglich ist, muss ich eben pausieren.“

Für die erfahrene Athletin rückt nun Ramona Hofmeister (Bischofswiesen, 19) in das neunköpfige Team von Bundestrainer Andreas Scheid nach, das sich derzeit am Kreuzbergpass auf das Flutlichtevent vorbereitet.

In Cortina d'Ampezzo, das erstmals einen Snowboard Weltcup ausrichten wird, werden neben Hofmeister auch Selina Jörg (Sonthofen, 27), Cheyenne Loch (Schliersee, 21) und Carolin Langenhorst (Bischofswiesen, 19) bei den Damen an den Start gehen.

Bei den Männern sind Patrick Bussler (Aschheim, 31), Alexander Bergmann (Berchtesgaden, 28), Stefan Baumeister (Feldkirchen-Westerham, 22), Daniel Weis (Bischofswiesen, 27) und Christian Hupfauer (Feldkirchen-Westerham, 22) bereit für das letzte Weltcup-Rennen vor der Weihnachtspause.

Zeitplan