Cheyenne Loch ist beim ersten Wettbewerb der alpinen Snowboarder bei der derzeit in der spanischen Sierra Nevada stattfindenden Snowboard Weltmeisterschaft als Vierte knapp an Edelmetall vorbeigeschrammt

Cheyenne Loch Vierte im WM-PSL

Cheyenne Loch ist beim ersten Wettbewerb der alpinen Snowboarder bei der derzeit in der spanischen Sierra Nevada stattfindenden Snowboard Weltmeisterschaft als Vierte knapp an Edelmetall vorbeigeschrammt.

Die 22-Jährige vom Schliersee musste sich im kleinen Finale nach hartem Kampf der Weltmeisterin von 2011, Alena Zavarzina (RUS), mit 59 Hundertstel Rückstand geschlagen geben, nachdem der sechsfachen Medaillengewinnerin an Junioren-Weltmeisterschaften am Ende die Kraft ausgegangen war.

„Ich bin schon sehr enttäuscht, weil ich so kurz davor war. Aber aufgrund meiner Verletzung muss ich wirklich zufrieden sein. Ich spüre das linke Knie schon sehr, auch wenn man das während dem Rennen natürlich ausblenden kann. Aber ich bin froh, dass ich jetzt keinen Lauf mehr fahren muss“, so Loch, die beim letztjährigen Saisonfinale in Winterberg einen Kreuzbandriss erlitten hatte.

Loch hatte auf ihrem Weg ins Halbfinale zunächst Mannschaftskollegin Selina Jörg (Sonthofen, 29) ausgeschaltet, die am Ende 14te wurde, ehe sie sich im knappsten Duell des Tages mit einer Hundertstel Vorsprung gegen Olympiasiegerin Julia Dujmovits durchsetzen konnte.

Im Halbfinale gegen Titelverteidigerin Ester Ledecka (CZE), die später der Österreicherin Daniela Ulbing im Kampf um Gold unterlag, hatte sich schon gezeigt, dass Loch nicht mehr so kraftvoll wie gewohnt die Schwünge setzen konnte.

Dennoch blieb die Bayerin zuversichtlich für das morgige Parallel Riesenslalom-Rennen: „Meine Spezialität ist zwar der PSL, aber mittlerweile ist es relativ ausgeglichen. Es ist also noch einiges drin. Ich werde alle Kräfte mobilisieren.“

Neben Loch hatte auch Ramona Hofmeister (Bischofswiesen, 20) die erste K.o.-Runde überstanden. Allerdings war im Viertelfinale ebenfalls gegen Ledecka Schluss. Am Ende stand Platz sechs für die WM-Debütantin zu Buche:

„Es ist natürlich schade, aber ich habe alles gegeben. Aber Ester ist auch eine Riesennummer. Ich habe alles probiert. Mein großes Ziel war natürlich eine Medaille, aber Top-6 ist auch nicht schlecht. Außerdem habe ich morgen noch eine Chance.“

Darüber hinaus unterstrich Carolin Langenhorst (Bischofswiesen, 20) als 16te das starke abschneiden der deutschen Snowboarderinnen. Alle vier angetretenen Athletinnen hatten die finalen Duellrunden erreicht.

Außerdem hinterließen auch Stefan Baumeister (Feldkirchen-Westerham, 23) als Elfter und vor allem Patrick Bussler (Aschheim, 32) als Siebter bei den Männern einen starken Eindruck, der Hoffnung auf mehr macht.

Zumal vor allem Veteran Bussler sein Minimalziel mit dem Einzug in das Viertelfinale bereits erreicht hat:

„Mit Blick auf die Saison bislang ist das für mich natürlich zufriedenstellend. Ich hatte mir hier ein Top-8-Ergebnis als Ziel gesetzt. Das habe ich erreicht. Für die Medaillen muss ich morgen noch einmal Gas geben. Da kann ich jetzt selbstbewusster und mit freieren Kopf ins Rennen gehen.“

Dann ebenfalls wieder dabei sind Christian Hupfauer (Feldkirchen-Westerham, 23), der heute 30ter wurde als auch Alexander Bergmann (Berchtesgaden, 29), der nach einem Fahrfehler disqualifiziert wurde.

Der Männertitel ging an Andreas Prommegger, der sich gegen seinen Zimmernachbarn Andreas Prommegger im rein österreichischen Duell durchsetzen konnte. Bronze holte der Russe Andrey Sobolev vor dem Schweizer Nevin Galmarini.

Die PGS-Qualifikation morgen ist für 9:00 Uhr angesetzt, das Finale folgt um 13:00 Uhr und wird wie der PSL heute ebenfalls im Single-Run-Format ausgetragen.

Eurosport 1 und die ARD übertragen LIVE.

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