Paul Berg (Konstanz, 26) und Konstantin Schad (Fischbachau, 30) haben beim Saison-Abschluss der Snowboardcrosser die Schmach des gestrigen Einzelrennens mit einem Sieg im Team-Wettbewerb wettgemacht.

Berg/Schad rasen zum Abschluss der Saison zum Sieg im Team SBX von Veysonnaz

Paul Berg (Konstanz, 26) und Konstantin Schad (Fischbachau, 30) haben beim Saison-Abschluss der Snowboardcrosser die Schmach des gestrigen Einzelrennens mit einem Sieg im Team-Wettbewerb wettgemacht.

Auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke von Veysonnaz (SUI) hatte das Trio Berg, Schad und Nörl gestern noch als Vierter, Fünfter bzw. Sechster des Männerfinales das Podium verpasst. /p>

Heute hingegen kämpfte sich das Snowboard Germany-Duo mit Wut im Bauch durch die Vierer-Heats und dank einer formidablen Performance zum zweiten Team-SBX-Sieg nach Montafon 2013.

Nachdem Schad im Halbfinale seine herausragenden Fotofinish-Qualitäten mit einem Sieg gegen Olympiasieger Pierre Vaultier (FRA) unter Beweis gestellt hatte, sorgte der Bayer im großen Finale wenig später für das atemberaubendste Manöver des Tages.

Nachdem Berg nach einem Spitzenstart als Dritter auf Schad übergeben hatte, legte sich Schad die vor ihm liegenden Lucas Eguibar (ESP) und Alessandro Haemmerle (AUT) zurecht und zog in der vorletzten Kurve auf der Backside-Kante innen an den Konkurrenten vorbei.

In der finalen Linkskurve profitierte Schad dann von seinem Goofy-Stance und brachte den Sieg in trockene Tücher.

„Ich weiß auch nicht, wie das ging. Beim Überholen war eigentlich kein Platz mehr. Ich habe mein Brett ja selbst gar nicht mehr gesehen. Das Kunststück war dann aber, den Schwung zu behalten und nicht disqualifiziert zu werden“, erklärte der 30-Jährige nach seinem Husaren-Ritt.

„Der Sieg ist viel schöner, als vielleicht gestern alleine aufs Podium zu fahren. Das ganze Team hat nach dem Umbruch einen starken Job gemacht. Das haben wir uns verdient, das ist so geil.“

Zumal der heutige Erfolg den beiden Boardercrossern noch den Sprung auf Platz drei im Team SBX Weltcup-Abschlussranking ermöglichte. Der Titel bei den Männern ging an die heute viertplatzierten Italiener Emanuel Perathoner und Omar Visintin.

Bei den Damen sicherten sich die Französinnen Nelly Moenne Loccoz und Chloe Trespeuch mit ihrem vierten Sieg im vierten Rennen eindrucksvoll die Kristallkugel.

Alle Ergebnisse stehen hier zur Verfügung.