Nachdem die Freestyler bereits seit mehreren Wochen rund um den Globus aktiv sind, steigen in den kommenden Tagen auch die deutschen Alpin-Snowboarder endlich in den Weltcup-Zirkus ein.

Raceboarder eröffnen Saison in Italien

Nachdem die Freestyler bereits seit mehreren Wochen rund um den Globus aktiv sind, steigen in den kommenden Tagen auch die deutschen Alpin-Snowboarder endlich in den Weltcup-Zirkus ein.

Am 13. bzw. 15. Dezember findet in Carezza und Cortina d'Ampezzo der traditionelle Doppel-Parallelriesenslalom-Opener statt, an den vor allem das Damenteam von Snowboard Germany gute Erinnerungen hat. Denn im Vorjahr bildeten die zweiten Plätze von Ramona Hofmeister (Carezza) und Selina Jörg (Cortina) sowie Platz fünf von Carolin Langenhorst (Cortina) den Aufgalopp zur erfolgreichsten Saison des noch jungen Verbandes, an dessen Ende der Gewinn zweier olympischer Medaillen stand.

Allerdings freut sich Jörg, die Zweite von Pyeongchang, nur auf eines der beiden Rennen. „Ich erwarte mir nicht so viel von Carezza. Mit dem Hang dort habe ich mich noch nie wirklich anfreunden können“, so die 30-jährige Allgäuerin, die vor allem mit dem extrem steilen oberen Teil der Pra di Tori-Piste nicht warm wird und in den letzten drei Jahren in Südtirol nie über Platz neun hinaus gekommen ist.

Um so besser lief es hingegen für die in Bad Hindelang lebende Athletin beim Nachtrennen in Cortina d'Ampezzo: „Das liegt mir mehr. Aber wir müssen uns überraschen lassen, was rauskommt, da es diesen Winter ja noch keinen Vergleich gegeben hat.“

Während Jörg also vor allem auf das PGS-Rennen in der Region Venetien schielt, steht hinter dem Start von Ramona Hofmeister noch ein Fragezeichen, nachdem die 22-Jährige aus Bischofswiesen erst einen Schneetag ohne Tore in den Beinen hat.

So erklärt die Olympiadritte von 2018: „Ich hatte mich entschieden, die letzte Woche noch voll meine Reha durchzuziehen, nachdem ich schon lange keinen schlechten Tag mehr mit dem Rücken gehabt habe. Jetzt passt es auch vom Kopf her.“ Zumal zwei abschließende Leistungstest ob der OP und des Bandscheibenvorfalls gute Ergebnisse zu Tage gefördert haben.

„Auch wenn ein Start eigentlich noch nicht geplant war, habe ich entschieden, erstmal mitzufahren. Von welcher Position aus ich die Rennen dann erlebe, werde ich aber noch mit den Trainern besprechen“, so Hofmeister abschließend, die im Falle einer aktiven Teilnahme aber keine großen Sprünge erwartet. Denn „dazu habe ich eigentlich zu viel Trainingsrückstand.“

Die Reise nach Italien und damit zum Weltcup-Start nehmen neben Jörg und Hofmeister auch Carolin Langenhorst (Bischofswiesen, 22), Melanie Hochreiter (Bischofswiesen, 22), Cheyenne Loch (Schliersee, 24), Stefan Baumeister (Feldkirchen-Westerham, 25), Elias Huber (Berchtesgaden, 19) und Ole-Mikkel Prantl (Schönau, 17) in Angriff.

Die Finalläufe aus Carezza überträgt der Eurosportplayer live am 13. Dezember ab 12:30 Uhr.

Zeitpläne

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