Die deutschen Boardercrosser haben auch im zweiten Weltcup-Rennen der Saison, das erneut im italienischen Cervinia ausgetragen wurde, die Geschicke mitbestimmt.

Martin Nörl stürmt im zweiten SBX Weltcup auf Platz drei | Konstantin Schad Sechster in Cervinia

Die deutschen Boardercrosser haben auch im zweiten Weltcup-Rennen der Saison, das erneut im italienischen Cervinia ausgetragen wurde, die Geschicke mitbestimmt.

Vortagessieger Martin Nörl fuhr bei extrem windigen Bedingungen ein starkes Rennen auf dem 1,4 Kilometer langen Kurs am Fuße des Matterhorns und musste sich am Ende nur dem Lokalmatador Emanuel Perathoner (ITA) sowie dem US-Amerikaner Jake Vedder geschlagen geben.

Dank des dritten Platzes baute der 25-Jährige aus Adlkofen seine Weltcup-Führung weiter aus (1.600 Punkte).

„Es ist wieder megagut gelaufen, obwohl es heute schwierig war. Aber der Kurs liegt mir. Außerdem hatten wir auch heute wieder extrem schnelle Bretter“, freute sich der Niederbayer über den perfekten Start in die Weltcup-Saison.

Seinem Teamkollegen Konstantin Schad, der bereits gestern Pech gehabt hatte, war hingegen das Glück im finalen Heat des Tages erneut nicht hold. Nachdem der 31-Jährige aus Fischbachau zwischenzeitlich gemeinsam mit Nörl in Führung gelegen hatte, kam es kurz vor dem Ende des Laufes in der letzten Rechtskurve zu einem Kontakt mit Jake Vedder, der gemeinsam mit Nörl mit Rückenwind in seinem Rücken anrauschte, den Fahrer des SC Miesbach touchierte und Schad dadurch auf der Backside-Kante fahrend abflog.

„Es sind gefühlt zwei Mann in mich reingerummst. Ich musste im Wind Führungsarbeit leisten, dann sind sie in mich rein. Damit rechnest du nicht. Und als Goofy siehst du das dann auch nicht. Es ist natürlich sehr bitter, wenn du im Finale abgeschossen wirst. Aber so ist es halt“, fasste Schad die turbulente Schlussphase zusammen.

Dennoch zeigte sich der Oldie des deutschen Teams zufrieden: „Es ist heute ansonsten super gelaufen. Wir hätten auch taktisch nichts anders machen können. Ich nehme ein gutes Gefühl mit in die Weihnachtspause.“

Die weiteren Starter von Snowboard Germany präsentierten sich ebenfalls in guter Verfassung. So überzeugte der Zweite der JWM von 2015, Sebastian Pietrzykowski (Winterlingen, 20), mit Platz 20 und der Erfüllung der halben WM-Norm. Paul Berg verhagelte eine Windböe ein besseres Ergebnis, nachdem er in seinem Achtelfinale an der Schlüsselstelle – ein Kicker nach Hälfte des Kurses – die risikoreiche linke Außenbahn gewählt hatte. So musste sich der 27-Jährige aus Konstanz mit Rang 41 begnügen. Florian Gregor (Obermaiselstein, 21) wurde 45ter, Maximilian Rathgeb (Feldkirchen-Westerham, 20) 69ter.

Der gestern mit Rang fünf so famos auftrumpfende Leon Beckhaus (München, 20) verzichtete nach einem Trainingssturz heute morgen auf den Start. Jana Fischer (Oberstdorf, 19) wurde nach ihrem gestrigen Abflug ebenfalls geschont.

Bei den Damen setzte sich Eva Samkova aus Tschechien durch, die auf der Zielgeraden noch Lindsey Jacobellis (USA) abfing und so deren zweiten Sieg in Folge verhinderte.

Der Weltcup geht jetzt in die Weihnachtspause. Nach dem Jahreswechsel stehen zunächst ein paar Europacup-Veranstaltungen auf dem Programm. Dann fliegt das Team von Snowboard Germany direkt zur WM nach Park City, USA (31.1. - 10.2.2019), ehe die Weltcup-Tour im Februar wieder mit dem Heimrennen am Feldberg Fahrt aufnimmt (8. - 10.2.2019).

Ergebnisse

  • Endergebnis Damen
  • Endergebnis Herren
  • Finalbaum Damen
  • Finalbaum Herren
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