Zum Auftakt der Snowboard Weltmeisterschaft in den USA hat das Team von Snowboard Germany in der Qualifikation des Snowboardcross-Rennens seine gute Form unter Beweis gestellt. Fünf von sechs Ridern schafften in Solitude den Sprung in die K.o.-Runden.

Fünf von sechs Snowboardcrossern für WM-Finale qualifiziert | Berg Drittschnellster der Zeitläufe

Zum Auftakt der Snowboard Weltmeisterschaft in den USA hat das Team von Snowboard Germany in der Qualifikation des Snowboardcross-Rennens seine gute Form unter Beweis gestellt. Fünf von sechs Ridern schafften in Solitude den Sprung in die K.o.-Runden.

Während bei den Männern Paul Berg, Martin Nörl, Konstantin Schad und Leon Beckhaus zu den besten 32 zählten, für die Kopf-an-Kopf-Läufe aber Pech durch die Setzliste hatten, zog bei den Damen Hanna Ihedioha in das Finale der schnellsten 16 ein. Einzig WM-Debütantin Jana Fischer schrammte um Haaresbreite am Qualifikationscut vorbei.

Im souveränen Herrenquartett überzeugte besonders Paul Berg mit der drittschnellsten Qualifikationszeit. Dementsprechend zufrieden zeigte sich der 27-Jährige aus Konstanz: „Vor dem Rennen hatte ich noch gemischte Gefühle, weil es in der Saison noch nicht so gut gelaufen ist. Mit dementsprechend viel Wut im Bauch bin ich angereist. Der Kurs ist zwar nicht mein Favorit, aber er funktioniert nach den Umbauten ganz gut.“

Und auch Martin Nörl, kein Geringerer als der Weltcup-Führende, zog dank Rang 14 im ersten Quali-Run direkt ins Finale ein und blickte demzufolge positiv in Richtung Freitag. „Ich fühle mich ganz gut, auch wenn der Teil, der erst heute Nacht umgebaut worden ist, noch sehr schlecht präpariert war. Es war sehr schlagig in der ersten Bank, da hatte ich meine Probleme. Aber ansonsten passt es.“

Allerdings wussten beide Fahrer zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass in den Finalheats eine bittere Pille auf sie wartet: Berg und der in diesem Winter bis dato so überzeugend auftrumpfende Nörl müssen nicht nur in einem Lauf gegeneinander antreten, auch Konstantin Schad wird als 19ter der Qualifikation mit seinen Teamkollegen und dem Japaner Shinya Momono in einem Vierer-Heat die Klingen kreuzen.

„Die Begeisterung hält sich natürlich in Grenzen. Ich habe meiner Meinung nach als Goofy-Fahrer auf diesem Kurs das Beste rausgeholt. Aber dummerweise stehen wir jetzt zu dritt in einem Heat. Klar ist damit automatisch einer im Viertelfinale, aber das ist nicht der Anspruch, den wir hier haben“, gab Schad nach dem Blick auf den Finalbaum zu Protokoll.

Einzig Leon Beckhaus, der als 24ter der Qualifikation bei seiner zweiten WM ebenfalls wieder im Finale steht, bekommt es mit Fahrern aus anderen Nationen zu tun. Der 18-jährige Münchner muss sich gegen Nick Baumgartner (USA), Ken Vuagnoux (FRA) und Anton Lindfors (FIN) behaupten.

Bei den Damen zog Hanna Ihedioha als 16te äußerst knapp in die K.o.-Runden ein und trifft da auf die Olympiasiegerin von 2014 Eva Samkova sowie Meryeta Odine (CAN) und Raffaella Brutto (ITA). „Das war eine Zitterpartie bis zur letzten Fahrerin. Ich bin sehr erleichtert, dass es geklappt hat. Ich werde jetzt regenerieren und morgen noch einmal angreifen“, freute sich die Bayerin, die krankheitsbedingt den kompletten Dezember ausgefallen war, über ihre erste Final-Teilnahme bei ihrer zweiten WM.

Die hätte sich auch Teamkollegin Jana Fischer gewünscht, doch am Ende fehlten der WM-Debütantin gerade einmal 33 Hundertstel zu ihrem Platz im Finale und damit auch zum erhofften Ziel, sechs von sechs Snowboard Germany-Athletinnen und -Athleten in den Endläufen zu platzieren.

Dennoch konnte Bundestrainer Bernard Loer mit dem Ergebnis Leben: „Es ist natürlich schade, dass es für Jana nicht ganz gereicht hat. Aber grundsätzlich sind wir zufrieden. Vor allem die Männer haben durch die Bank hinweg stark performt, auch wenn die Strecke so ihre Tücken hat. Vor allem die heute Nacht umgebaute erste Kurve ist nicht richtig fest geworden. Es ist natürlich Pech, dass drei gemeinsam in einem Heat sind. Aber das ist nunmal Boardercross. Wir lassen uns die Stimmung nicht verderben und geben weiter Gas.“

Das Finale morgen findet um 19:00 Uhr deutscher Zeit statt und wird live auf sportschau.dee übertragen – allerdings ohne den Titelverteidiger bei den Herren.

Der zweifache SBX-Olympiasieger Pierre Vaultier musste auf seinen WM-Start verzichten, nachdem er sich am Mittwoch bei einem Trainingssturz, bei dem auch der Helm des Franzosen zu Bruch gegangen war, eine Verletzung im Kopf- und Nackenbereich zugezogen hatte. Genauere Angaben zur Blessur von Vaultier, der am Donnerstag die Qualifikation als Zuschauer mitverfolgte, wurden nicht gemacht.

Ergebnisse SBX-Qualifikation

  • Platz 3 Paul Berg (Konstanz, SC Konstanz, 27), 3te WM-Teilnahme
  • Platz 14 Martin Nörl (Adlkofen, DJK-SV Adlkofen, 25), 3te WM-Teilnahme
  • Platz 19 Konstantin Schad (Fischbachau, SC Miesbach, 31), 6te WM-Teilnahme
  • Platz 24 Leon Beckhaus (München, SC Miesbach, 20), 2te WM-Teilnahme
  • Platz 16 Hanna Ihedioha (Geisenhausen, SC Dingolfing, 21), 2te WM-Teilnahme
  • Plaz 17 Jana Fischer (Bräunlingen, SC Löfflingen, 19), 1te WM-Teilnahme
  • Qualifiakationsergebnis Damen
  • Qualifikationsergebnis Herren
  • Finalbaum Damen
  • Finalbaum Herren

  • Zeitplan Medaillenentscheidungen

  • Freitag, 1. Februar, 19:00 Uhr: Snowboardcross
  • Sonntag, 3. Februar, 19:00 Uhr: Snowboardcross Team
  • Montag, 4. Februar, 21:00 Uhr: Parallelriesenslalom
  • Dienstag, 5. Februar: 21:00 Uhr: Parallelslalom
  • Mittwoch: 6. Februar: 3:00 Uhr: Big Air
  • Freitag, 8. Februar: 19:00 Uhr: Halfpipe
  • Sonntag, 10. Februar: 19:00 Uhr: Slopestye
  • Alle Angaben deutscher Zeit.

    Alle Finals werden live auf sportschau.de gestreamt.