19-jährige Mathilda Scheid feiert bestes Weltcup-Ergebnis

Mathilda Scheid auf dem Weg zu ihrem besten Weltcupergebnis.

Nachwuchsathletin Mathilda Scheid hält in Spindlermühle die deutschen Fahnen hoch. Ihr gelingt mit Platz zehn das beste Weltcup-Ergebnis ihrer Karriere. Teamkollegin und mehrfache Saisonsiegerin Ramona Hofmeister stürzt in der Qualifikation.

19 Jahre ist Mathilda Scheid (WSV Bischofswiesen) jung, erst seit dieser Saison hat sie einen festen Platz im Weltcupteam der deutschen Raceboaderinnen. Und mehr und mehr zeigt sie, dass sie genau dort hingehört: in die erste Riege. Bereits in der Qualifikation in Polen vor einer Woche überzeugte sie mit schnellen Zeiten – auch wenn sie in Führung liegend wegen eines Torfehlers disqualifiziert wurde. Das passiert ihr dieses Mal nicht. In Spindlermühle in Tschechien erreicht sie nicht nur souverän die Finals. Am Ende feiert sie im Slalomrennen mit Platz zehn ihr bislang bestes Weltcup-Ergebnis. Und wird beste Deutsche.

„Ich bin voll happy mit meinem Ergebnis. Das war richtig cool, dass ich‘s nochmal in die Finals geschafft hab. Auch im Achtelfinale hab‘ ich so gekämpft, aber es ging leider nicht weiter. So knapp aber war es noch nie. Wär‘ ja cool, wenn ich das nächste Mal knapp gewinnen und nicht knapp verlieren würde.“

Mathilda Scheid

Auf dem roten Kurs scheitert sie nur um wenige Zentimeter an der Kanadierin Aurelie Moisan. Disziplinverantwortlicher Paul Marks freut sich für seine junge Athletin und vor allem über die Entwicklung, die sie in dieser Saison gemacht hat.

„Ein absolut super Ergebnis für Mathilda. Und es wäre super, wenn es für sie so weitergehen würde. Schritt für Schritt nach oben. Mathilda hat uns heute gerettet.“

Paul Marks

Ramona Hofmeister stürzt, Baumeister zu vorsichtig

Mehr Positives kann Marks an diesem Samstag nicht verkünden. Alle weiteren deutschen Athleten scheitern in der Qualifikation. Eine Erklärung: Der Fokus des Teams lag in dieser Saison klar auf dem Riesenslalom, nicht auf dem Slalom. Entschuldigen aber will er das Abschneiden nicht, allerdings auch nicht überbewerten.

„Natürlich kommen wir hierher, um zu gewinnen. Natürlich können wir heute nicht zufrieden sein. Aber so ist der Sport – letzte Wochen standen wir zweimal auf dem Podium. Jetzt schauen wir nach vorne.“

Paul Marks

Einer der Podiumsfahrer von Polen: Stefan Baumeister (SC Aising-Pang). Auf dem 295 Meter langen Kurs von Tschechien reicht es nur für Platz 18. Der Grund: Die Aggressivität fehlt.

Ramona Hofmeister (WSV Bischofswiesen), die zweite Podiumsfahrerin von Polen, nimmt der Disziplinverantwortliche in Schutz. Erst am 10. Januar stieg sie in die Saison ein, gab gut drei Monate nach ihrer schweren Verletzung – sie hatte sich Ende September 2025 das Sprunggelenk gebrochen – ihr Comeback. Mit einem Sieg. Seitdem liefert sie starke Ergebnisse.

„Aber wir können jetzt nicht sagen: Ramona muss jedes Rennen gewinnen. Das wäre unfair.““

Paul Marks

Nach einer so langen Pause habe sie in dieser Saison ohnehin schon weit mehr geliefert, als zu erwarten war. Auch in der Qualifikation in Spindlermühle ist sie schnell, stürzt jedoch – wie Elias Huber (SC Schellenberg) – nach einem Fahrfehler. „Das passiert.“

Bild: Mathilda Scheid auf dem Weg zu ihrem besten Ergebnis im Weltcup. Copyright: FIS/Miha Matavz
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