Annika Morgan springt in olympisches Slopestyle-Finale

Annika Morgan freut sich über ihren Finaleinzug.

Cool, unaufgeregt, taktisch klug: Annika Morgan sichert sich mit Rang acht im Vorlauf das Ticket für das olympische Slopestyle-Finale in Livigno. Teamkollege Noah Vicktor belegt in der Qualifikation Platz 23.

Jetzt erst recht: Nach dem denkbar knappen Ausscheiden im Big Air nutzt Annika Morgan Chance Nummer zwei. Im Slopestyle zieht die 24-Jährige wie schon vor vier Jahren in Peking in ihr insgesamt drittes olympisches Finale ein.
In der Qualifikation, die wegen angekündigtem Schneefall einen Tag vorverlegt wurde, fährt Morgan ohne letztes Risiko, dafür taktisch klug: Nachdem sie im ersten Run einen Cab Double 900, Backside 1080 sowie Frontside 720 serviert, aber an den Rails wegen Unsauberkeiten zu viele Punkte liegen lässt, stellt sie im zweiten Durchgang um: Mit guten Scores oben geht sie auf Nummer sicher, zeigt statt einem weiteren 1080, einen Backside 720. Und das reicht: Mit 69,53 Punkten landet sie auf einem souveränen achten Platz.

„Mir geht’s richtig gut. Ich bin mega stoked, dass ich es geschafft habe. Im ersten Run habe ich meinen ersten Railtrick verpatzt. Mein Coach hat gesagt, wenn das passiert, soll ich den Backside 1080 machen. Im zweiten konnte ich dann auf Nummer sicher gehen.“

Annika Morgan

Die Slopestyle-Finales, die letzten noch ausstehenden Snowboard-Entscheidungen der Olympischen Spiele 2026, finden am Dienstag und Mittwoch statt. Der Damen-Contest mit Annika Morgan steht übermorgen ab 13 Uhr auf dem Plan.

Vicktor: Unterstützung für Teamkollegin trotz Enttäuschung

Sie halten zusammen, auch wenn Noah Vicktors Gefühlslage eine andere ist. Enttäuscht zeigt sich der 24-jährige Deutsche nach der Slopestyle-Qualifikation der Herren am Vormittag – bei der ihm kein sauberer Run gelingt. Trotzdem ist er einer der ersten, der Teamkollegin Morgan zum Finaleinzug gratuliert.

Vicktor selbst hadert im ersten Durchgang mit Unsicherheiten an den Rails im oberen Teil des Kurses. Im zweiten Run ist es der allerletzte Jump: Nach seinem Backside 1440 sitzt Vicktor im Schnee – und hat keine Chance mehr auf das Finale der besten zwölf.

„Ich hatte nicht genügend Speed, nicht genügend Druck am Take-Off. Und dann war’s das. Man arbeitet so lange hin auf dieses Event. Wenn es dann nicht klappt, tut das einfach weh.“

Noah Vicktor

Insgesamt verabschiedet sich Vicktor enttäuscht aus Livigno von seinen zweiten Olympischen Spielen.

„Frustrierend! Das war nicht mein Tag – das habe ich schon morgens im Training gespürt. Gestern und vorgestern hatte ich ein ganz anderes Gefühl auf dem Snowboard. Heute war schon das erste Rail im ersten Run nicht sauber. Dann war’s mental schwierig.“

Noah Vicktor

Foto: Annika Morgan freut sich über ihren Finaleinzug. © Team Deutschland | Max Galys
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