Baumeister stürmt aufs Podium: Platz 2 in Mylin
Am zweiten PGS-Renntag heute in Mylin (CHN) hat das deutsche Race-Team ein deutliches Ausrufezeichen gesetzt: Stefan Baumeister fährt auf einen starken zweiten Platz, Elias Huber wird Vierter, Cheyenne Loch Achte. Damit sichern sich alle drei die nationale Qualifikation für die Olympischen Winterspiele 2026.
Eisiger Fight um die Tore
Die Bedingungen präsentierten sich am zweiten Wettkampftag härter als zum Auftakt: Die Piste war noch eisiger, dazu kam spürbarer Wind – es gab viele Stürze, nahezu alle Athlet*innen hatten zu kämpfen. Besonders die rote Strecke erwies sich als tückisch und brachte einige Favorit*innen zu Fall.
Das deutsche Trio aus Stefan Baumeister (SC Aising-Pang), Elias Huber (SC Schellenberg) und Cheyenne Loch (SC Schliersee) konnte seine starke Form aus den Trainingswochen in China heute eindrucksvoll bestätigen: Platz zwei für Baumeister, Rang vier für Huber und Loch als Achte – der PGS-Saisonauftakt in China ist geglückt, die Olympiaqualifikation ist sicher.
Das restliche Team mit Melanie Hochreiter (WSV Bischofswiesen), Yannik Angenend (FC Lengdorf), Ole Mikkel Prantl (WSV Königssee) sowie die Nachwuchsfahrer Max Kühnhauser (WSV Königssee) und Samuel Vojtasek (SC Schellenberg) verpasste wie am Vortag die Qualifikation für die Finalläufe, sammelte aber erneut wichtige Weltcup-Erfahrung.
Baumeister feiert Podiums-Comeback
Für Stefan Baumeister ist der zweite Platz ein Meilenstein – sein Comeback auf das PGS-Podium im Weltcup:
„Mein erstes Podium seit drei Jahren, das erste im PGS seit vier Jahren, ich bin wirklich glücklich. Jetzt am zweiten Tag der Saison den zweiten Platz zu machen – so kann es weiter gehen!“
Die erfüllte Olympiaqualifikation nimmt Baumeister eher beiläufig mit:
„Über die Olympiaqualifikation habe ich mir im Vorfeld tatsächlich keine Gedanken gemacht, wir haben so viele Rennen vor Olympia.“
Der zweite Platz ist Resultat eines DNF im Big Final, die tückische Piste sorgte für mehrere Fehler in diesem letzten Lauf, nach dem letzen konnte Baumeister nichts mehr gegen den Vorsprung von Mirko Felicetti (ITA) ausrichten. Insgesamt liefert Baumeister heute aber genau den Auftritt, den sich das Team nach der Weltmeisterschaft in der letzten Saison erhofft hatte.
Huber schrammt knapp am Podium vorbei – starkes Signal für den Winter
Mit Platz 4 setzt auch Elias Huber ein dickes Ausrufezeichen. Er bestätigt seine gute Form und verpasst das Podium nur knapp:
„Ich bin zufrieden, das war ein guter Start. Jetzt auch aufs Podium wäre natürlich geil gewesen, aber ich habe dazu gelernt, weiß wo ich jetzt schrauben muss, und nächste Woche geht es weiter!“
Der vierte Rang, zwei stabile Tage in Mylin und das gelöste Olympia-Ticket – für Huber ist der China-Auftakt ein starker Einstieg in einen Winter, in dem er seinen Platz ganz vorn im Weltcupfeld festigen will.
Loch fordert Serien-Siegerin Miki
Cheyenne Loch trifft im Viertelfinale auf den japanischen Star Tsubaki Miki, die in der vergangenen Saison alle drei Kristallkugeln gewinnen konnte und anschließend Weltmeisterin wurde. Loch holt auf der tückischen Strecke zunächst stark auf, fährt dann in einer zu engen Kurve ins Tor und kann den Lauf nicht mehr retten – es bleibt bei Platz 8. Ein Ergebnis, das ihr dennoch die nationale Olympiaqualifikation sichert und viel Selbstvertrauen gibt:
„Eine Runde weiter als gestern ist schon mal gut, aber im letzten Lauf habe ich es einfach verschenkt, wenn ich cool geblieben wäre, hätte ich da noch mehr rausholen können. Aber insgesamt bin ich zufrieden, es ist alles da, was ich brauche, ich muss es nur noch runterbringen. Ich bin heute einfach happy für die Jungs, das ist super und ich freue mich für die beiden – und wir haben die Olympiaqualifikation alle geschafft, da fällt auch ein bisschen Druck ab.“
Nach Platz 10 am ersten Tag und Rang 8 am zweiten Renntag reist Loch mit einem guten Gefühl aus Mylin ab.
Starker Abschluss in Mylin – „Genau das, was wir uns vom Training erhofft hatten“
Mit drei Top Acht-Platzierungen verabschiedet sich das deutsche Race-Team mit einem sehr starken Gesamteindruck aus Mylin. Nach den ersten beiden Wettkampftagen steht fest: Die Form stimmt, das Material passt – und mit drei fixen Olympia-Startplätzen ist ein zentrales Ziel des Winters frühzeitig erreicht.
Bundestrainer Paul Marks sieht im starken Auftritt seines Teams die Bestätigung der intensiven Vorbereitung in China:
„Nach den drei Wochen Training haben wir gewusst, dass wir schnell sind. Dass wir jetzt direkt ganz vorne mitmischen, ist genau das, was wir uns von unserem Training hier erhofft hatten!“
Jetzt richtet sich der Blick auf die nächsten Weltcups, bei denen das Team die in China gezeigte Leistung bestätigen und weiter ausbauen will. Nächste Station ist Cortina d’Ampezzo, wo am 13.12. im Flutlicht gefahren wird.
Foto: Miha Matavz / FIS / Action Press International