Comeback in Rekordzeit: Ramona Hofmeister startet in Scuol
Rekordcomeback für die Rekordathletin: Nur dreieinhalb Monate nach einer Sprunggelenksfraktur ist Ramona Hofmeister zurück im Weltcup. Die Seriensiegerin vergangener Jahre steht am Samstag beim Parallel Riesenslalom in Scuol (CH) erstmals in dieser Saison am Start.
Entlassung aus dem Krankenhaus am Mittwoch, Training am Donnerstag: „Ich habe nach der Operation mit meinem Athletik-Trainer telefoniert. Der hat gesagt: ,99 Prozent deines Körpers sind gesund. Also pack ma’s!’“, verrät Ramona Hofmeister (WSV Bischofswiesen). Das bedeutet für die Raceboarderin: Trotz Sprunggelenksverletzung im vergangenen September hat die viermalige Weltcupgesamtsiegerin keine Trainingspause im Kraftraum eingelegt. Ist körperlich – bis auf den rechten Fuß – topfit.
„Direkt nach dem Sturz bzw. der OP habe ich voll motiviert losgelegt. Ich konnte die Situation sofort annehmen – für Hadern war keine Zeit.“
Genau das hilft der 29-Jährigen jetzt: Nur dreieinhalb Monate nach Hofmeisters Trainingssturz in Zermatt (CH), bei dem sie sich den Talus gebrochen und das Außenband gerissen hat, geht die erfolgreichste Snowboarderin Deutschlands beim Weltcuprennen in Scuol (CH) am Samstag, 10. Januar 2026, an den Start – und nimmt die Olympia-Qualifikation in Angriff.
„Ball flach halten. Ich habe selbst entschieden, in Scuol zu starten. Natürlich will ich die Olympia-Quali schaffen. Das hat mich jeden Tag im Training motiviert. Aber der Trainingsrückstand auf Schnee ist enorm.“
In der Woche vor Weihnachten stand Hofmeister zum ersten Mal auf dem Snowboard. Das Motto: Erstmal ausprobieren. Nach den Feiertagen dann der Härtetest mit Team und Stoppuhr am Kronplatz in Italien. Das Resümee: Hofmeister ist in Schlagweite. Der Olympiatraum lebt.
„Ich bin nicht sooo weit weg. Aber klar: Während ich im Kraftraum trainiert habe, waren meine Konkurrentinnen auf Schnee. Diese Wochen fehlen mir. Trotzdem freue ich mich riesig wieder dabei zu sein! Ich gehe voll motiviert und ganz ohne Druck an den Start. Ergebnis? Offen!“
Ramona Hofmeister verbleiben neben dem Parallel Riesenslalom in Scuol am Samstag drei weitere Rennen, um die Qualifikationsnorm für die Olympischen Winterspiele, die am 6. Februar 2026 in Italien beginnen, zu schaffen. In Bad Gastein (AUT) am 13. Januar 2026 oder im bulgarischen Bansko, 17. und 18. Januar 2026, muss sich die Top-Athletin zweimal in den Top 16 oder einmal in den Top 8 platzieren.
Das gelang bisher ihren Teamkolleg*innen Stefan Baumeister (SC Aising-Pang), Elias Huber (SC Schellenberg) und Cheyenne Loch (SC Schliersee).
Foto: Ramona Hofmeister ist zurück auf Schnee – und ab Samstag auch im Weltcup
Credits: SNBGER/RudiWyhlidal