Durchwachsener China-Abschluss: Ulbricht und Fischer im Viertelfinale gestoppt
Der zweite Renntag heute beim Snowboardcross-Weltcup in Dongbeiya (CHN) verläuft für das deutsche Team deutlich schwieriger als der Auftakt am Vortag. Stürze und kleine Fehler entscheiden auf der kurzen, schnellen Strecke über das Weiterkommen. Für Jana Fischer und Leon Ulbricht endet der Tag im Viertelfinale.
Es ist kalt in China. Nasse Kälte, die in die Knochen zieht, dazu Wind und Nebel. Keine leichten Bedingungen also an diesem zweiten Renntag in Dongbeiya, dem letzten Weltcuprennen, bevor vom 04. bis zum 22. Februar die Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina stattfinden.
Doch nicht nur das Wetter hemmt die deutschen Snowboardcrosser*innen heute, die Strecke ist grundsätzlich herausfordernd. Dass schon kleine Fehler hier über Sieg oder Niederlage entscheiden, besonders auf der langen Zielgeraden, geht heute zulasten der deutschen Athlet*innen. Spätestens nach dem Viertelfinale ist für alle Schluss. David Speiser fasst den Renntag zusammen:
„Es waren einfach zu viele kleine Fehler heute. Solche Tage gibt es auch, aber das wird wieder – wir wissen, was wir können. Bei so einem kurzen Rennen musst du fehlerfrei fahren, sonst hast du da keinen Auftrag.“
Ulbricht verliert Balance kurz vor dem Ziel
Leon Ulbricht (SC Rötteln) hält sich im Viertelfinale lange unter den ersten drei seines Heats. Direkt vor der Ziellinie unterläuft ihm jedoch ein Fehler: Der Deutsche verliert das Gleichgewicht, stürzt und rutscht als Letzter über die Linie. Am Ende steht Platz 15 zu Buche.
Fischer stürzt nach Kontakt im Viertelfinale
Auch Jana Fischer (SC Löffingen) scheidet im Viertelfinale aus. In einem unglücklichen Moment verhakt sich ihr Brett mit dem der US-Amerikanerin Stacy Gaskill. Während diese auf dem Board bleiben kann, kommt Fischer zu Fall und beendet den zweiten Renntag auf Rang 13.
Frühes Aus für Nörl, Conradt und Reichle
Für Martin Nörl (DJK-SV Adlkofen), Niels Conradt (SC Dingolfing) und Julius Reichle (SC Konstanz) ist am Sonntag bereits im Achtelfinale Schluss. Alle drei zeigen solide Läufe, können sich in den entscheidenden Momenten jedoch nicht für das Viertelfinale qualifizieren. Nörl wird 17., Conradt belegt Rang 23, Reichle Platz 31.
Fokus richtet sich nun voll auf Olympia
Nach dem letzten Weltcup vor den Winterspielen in Mailand und Cortina treten die deutschen Snowboardcrosser*innen die Heimreise nach Deutschland an. Es folgt ein Trainings- und Wettkampfblock beim Europacup in Isola 2000 (FRA), bevor die Olympischen Winterspiele beginnen. In Livigno kämpfen die Boardercrosser*innen vom 12. bis 15. Februar um Medaillen.
„Hier sind erstmal alle froh, dass die Weltcups jetzt geschafft sind. Der nächste Wettkampf ist dann Olympia. Nach der Kälte und der Anstrengung dieser Woche freuen sich alle, wieder nach Hause zu kommen. Danach geht es zum Europacup nach Isola, dort trainieren wir noch ein paar Tage – und am 04.02. reisen wir weiter nach Italien.“