Erfolg im Pitztal: Ulbricht und Fischer sichern sich nationale Olympia-Qualifikation
Starker Auftakt in den Olympia-Winter für die deutschen Snowboardcrosser*innen: Beim Europacup im Pitztal (AUT) fahren Leon Ulbricht (SC Rötteln) auf Rang zwei und Jana Fischer (SC Löffingen) auf Rang drei. Mit ihren Podestplätzen sichern sich beide die nationale Olympia-Qualifikation für die Olympischen Winterspiele Milano Cortina 2026. Die finale Nominierung durch den DOSB erfolgt im Januar.
Deutsches Team zeigt sich zum Saisonauftakt in Topform
Für Leon Ulbricht und Jana Fischer könnte das erste Rennen der Saison kaum besser laufen: Gleich im ersten Rennen des Winters fahren beide in die Top Drei – und nehmen eine große Portion Rückenwind mit.
„Unbeschreiblich – es ist total befreiend, jetzt wirklich diese Qualifikation geschafft zu haben, direkt beim allerersten Rennen der Saison. Es war heute echt ein Top-Tag, die Bedingungen waren richtig gut und ich habe einen rausgelassen. Der Druck ist jetzt weg und die Freude auf den ersten Weltcup umso größer.“
Auch für die 26-jährige Jana Fischer setzt sich ein positiver Trend fort: Bereits beim South America Cup in Ushuaia (ARG) hatte sie zwei Siege eingefahren – eine perfekte Grundlage für den weiteren Winter.
„Ich bin sehr happy über die Olympia-Qualifikation. Mit dem ersten Platz in der Qualifikation habe ich bei diesem Starterfeld nicht gerechnet – Top Acht war das Ziel, Erster zu werden war dann natürlich überragend. Ich nehme viel Selbstbewusstsein mit in die nächsten Rennen. Ich fahre ein neues, sehr schnelles Board, habe im Sommer hart trainiert und bin so fit wie noch nie. Nach den Siegen in Argentinien und dem dritten Platz heute würde ich sagen: Ich bin bereit.“
Das Trainerteam sieht die Ergebnisse als klare Bestätigung der intensiven Sommer- und Herbstvorbereitung – insbesondere des Herbstcamps in Argentinien.
„Ich bin heute sehr zufrieden. Das Niveau hier ist im Grunde Weltcup – bei einem rund 40 Sekunden langen Kurs mit wenig Überholmöglichkeiten muss von oben bis unten alles passen. Die Athlet*innen haben das stark umgesetzt. Jana hat ihre ganze Energie in diese zwei Stunden gelegt – das war sogar für mich überraschend, richtig stark.“
„Es ist ein bisschen schade für Kurt Hoshino, denn er hatte ebenfalls den nötigen Speed. Insgesamt war das aber eine sehr starke Teamleistung, die zeigt, was wir im Herbst erarbeitet haben. Gerade nach der letzten Saison haben wir uns für Jana gewünscht, dass sie die Qualifikation schafft – dass es dann so aufgeht, damit haben wir nicht gerechnet.“
Auch der Rest des Weltcup-Teams sammelt wichtige Punkte: Martin Nörl (DJK-SV Adlkofen) beendet das Rennen auf Rang fünf und hat damit bereits die halbe nationale Olympia-Qualifikation in der Tasche. Für Kurt Hoshino (SC Sonthofen), der im Achtelfinale ausscheidet, war es das erste Rennen nach einer Sprunggelenksverletzung in der vergangenen Saison – ein wichtiger Schritt zurück in den Rennbetrieb.
Mit selbstbewusstem Blick nach Cervinia (ITA)
Nach einem Trainingsaufenthalt in St. Moritz bereiten sich die Snowboardcrosser*innen nun auf den ersten Weltcup der Saison in Cervinia (ITA) vor, der vom 12. bis 14. Dezember stattfindet.
Bundestrainer Bernard Loer blickt selbstbewusst nach Italien:
„Wir wollen in Cervinia so gut fahren, wie es eben geht: nicht verletzen, Vollgas geben – und dann schauen wir, was dabei herauskommt.“
Weniger Glück für den Nachwuchs
Das deutsche Europacup-Team trat heute ebenfalls an, hatte aber weniger Glück im Rennen. Für alle Nachwuchsfahrer*innen endete der heutige Tag in der Qualifikation.