Familienplanung statt Snowboardweltcup: Cheyenne Loch beendet Karriere

Blick in die Zukunft: Cheyenne Loch macht Schluss mit Profi-Sport.

Dieser Abschied ist Grund zur Freude: Cheyenne Loch gibt mit sofortiger Wirkung ihren Rücktritt vom Leistungssport bekannt. Der Grund: Die Raceboarderin erwartet Nachwuchs.

Dass Olympia ihr letztes Rennen wird, hat Cheyenne Loch (SC Schliersee) erst nach den Winterspielen in Livigno (ITA) entschieden. Dass die Saison ihre letzte wird, weiß die Raceboarderin schon ein bisschen länger. Die 31-Jährige ist schwanger, erwartet zum ersten Mal Nachwuchs. Daher verzichtet die Bundespolizistin auf die noch anstehenden Weltcuprennen in dieser Saison und tritt mit sofortiger Wirkung in den „Ruhestand“ als Leistungssportlerin.

Carving als lange Leidenschaft - jetzt geht der Blick in Richtung Familienplanung.

„Ich freue mich auf alles, was jetzt kommt. Die Entscheidung, wann ich diesen Schritt mache, wurde mir abgenommen. Ich wäre diese Saison gerne noch fertig gefahren. Aber mein Körper meldet mir zurück, dass das zu viel ist.“

Cheyenne Loch

Für Loch ist es bereits der zweite Rücktritt vom Leistungssport: Bereits 2021 hat sie die Snowboardboots an den Nagel gehängt. Damals nicht ganz freiwillig: Zwei Kreuzbandrisse und anhaltende Sprunggelenksprobleme machten ihr zu Schaffen.
Aber Loch hat sich zurückgekämpft, gibt in der Saison 2022/23 ihr Comeback – und steht danach noch zweimal auf dem Weltcuppodest. Außerdem kann sich die 31-Jährige ihren Traum von der Teilnahme bei Olympischen Spielen erfüllen: In ihrem letzten Rennen – dem Parallel Riesenslalom in Livigno – belegt die SNBGER-Athletin Platz 15.

„Olympia noch einmal mitzuerleben war richtig, richtig cool. Ich blicke gerne auf meine Karriere zurück – auch wenn ich in den vergangenen Jahren nicht ganz das erreichen konnte, was ich mir vorgestellt habe.“

Cheyenne Loch

Doch das ist jetzt nebensächlich. Im Sommer erwartet Loch ihr erstes Kind. Der Lebensmittelpunkt wird dann ein anderer sein.

„Das ist der beste Grund für ein Karriereende. Persönlich freue ich mich sehr. Cheyenne hatte mit ihren Verletzungen viele schwierige Momente. Ich habe großen Respekt, wie sie immer wieder zurückgekommen ist. Von dieser Resilienz wird sie in ihrer Mama-Rolle profitieren. Sie hat auch bereits erste Erfahrungen als Trainerin gesammelt. Daher: Die Tür zurück zu Snowboard Germany bleibt offen. Ich würde mich freuen, sie irgendwann wieder – in welcher Funktion auch immer – hier begrüßen zu dürfen.“

Sportdirektor Andreas Scheid

Das Super-Talent auf dem Raceboard

Cheyenne Lochs Karriere nahm schon früh Fahrt auf. Mit gerade einmal 16 Jahren gewann die Schlierseeerin 2011 ihre ersten beiden Medaillen bei Juniorenweltmeisterschaften. Vier weitere folgten. Auch der Sprung in den Weltcup funktionierte problemlos: Insgesamt steht die Bundespolizistin dort neunmal auf dem Podium. Nach über 15 Jahren zieht sie sich vom Leistungssport zurück.

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