Female Empowerment bei SNBGER: Pilotprojekt "Women. Winning. Weitergeben." in Bad Endorf

Ein Vormittag ganz unter Frauen, voller Offenheit, Rückfragen und ehrlicher Einblicke: Am 1. Dezember trafen sich in Bad Endorf bei der Bundespolizei sieben Nachwuchsfahrerinnen der Lehrgangsgruppe 2 zu einem besonderen Pilotprojekt. Unter dem Titel „Women. Winning. Weitergeben.“ brachte der SNBGER gemeinsam mit der Bundespolizei junge Raceboarderinnen mit zwei ehemaligen Weltcup-Athletinnen zusammen – zum Austausch auf Augenhöhe und zur gezielten Wissensweitergabe.

Ein Damenteam mit großer Tradition

Seit Jahren, ja Jahrzehnten, gehört das deutsche Snowboard-Alpin-Team der Damen zur Weltspitze. Zahlreiche Medaillen bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen, dazu etliche Weltcup- und Gesamtweltcupsiege prägen die Bilanz. Namen wie Selina Jörg, Isabella Laböck, Anke Karstens, Amelie Kober, Ramona Hofmeister, Cheyenne Loch oder Carolin Langenhorst stehen stellvertretend für diese Erfolgsgeschichte.

Die Gesichter im Team haben sich im Laufe der Zeit verändert – konstant geblieben sind die Stärke, Leistungsdichte und der besondere Teamgeist im Damenteam. Genau an diese Tradition knüpft das neue Format an: Erfolgreiche ehemalige Athletinnen teilen ihre Erfahrungen mit der nächsten Generation an der Startlinie.

Zwei ehemalige Weltcup-Stars als Mentorinnen

Mit Amelie Geisreiter (ehemals Kober) und Anke Wöhrer (ehemals Karstens) waren zwei prägende Figuren des deutschen Snowboard-Alpin-Sports nach Bad Endorf gekommen. Beide trainierten früher mit den heutigen Weltcup-Spitzenfahrerinnen wie Ramona Hofmeister und Cheyenne Loch.

Heute arbeiten Amelie und Anke bei der Bundespolizei in unterschiedlichen Funktionen – unter anderem in der Ausbildung von jungen Sportpolizist*innen. Die Verbindung von Spitzensport, beruflicher Laufbahn und Erfahrungswissen machte sie zu idealen Gesprächspartnerinnen für die sieben Nachwuchs-Raceboarderinnen.

Fragen, die man nur unter Frauen stellt

„Women. Winning. Weitergeben.“ ist ein bewusst als women-only konzipiertes Format. Der geschützte Rahmen ermöglichte es den Nachwuchsathletinnen, Fragen zu stellen, die im normalen Trainingsalltag oft zu kurz kommen.

Die Themenpalette reichte von klassischen Karrierefragen – etwa nach Chancen durch sportliche Erfolge, der Bedeutung von Medaillen oder der täglichen Motivation – bis hin zu sehr persönlichen Aspekten. So sprachen die Teilnehmerinnen auch darüber, wie Amelie und Anke ihre Familienplanung gestaltet haben und welche Rolle der eigene Zyklus in der aktiven Zeit spielte.

Gerade dieser offene Austausch über Körper, Belastungssteuerung und Lebensplanung im Leistungssport war ein Kernanliegen des Treffens: Erfahrene Athletinnen geben ihr Wissen weiter – ehrlich, ungeschönt und mit dem Blick darauf, was sie selbst gern früher gewusst hätten.

Mut machen für den nächsten Schritt

Neben vielen Einblicken in den Alltag im Weltcup hatten Amelie Geisreiter und Anke Wöhrer auch ganz konkrete Tipps und Tricks für Training, Wettkampfvorbereitung und den Umgang mit Druck im Gepäck. Immer wieder betonten sie, wie wichtig es sei, eigene Stärken zu kennen und sich im Team gegenseitig zu unterstützen.

Zum Abschluss des Vormittags gaben die beiden Mentorinnen den Nachwuchsfahrerinnen viel Zuspruch mit in die anstehende Saison. Den Weltcupzirkus verfolgen sie selbst nach wie vor aufmerksam – und werden das Geschehen auch künftig bei dem ein oder anderen Wettkampf vor Ort beobachten.

Das Pilotprojekt „Women. Winning. Weitergeben.“ hat gezeigt, wie wertvoll der direkte Austausch zwischen aktiver Generation und früheren Top-Athletinnen ist – als Raum für Fragen, die sonst selten gestellt werden, und als Plattform, auf der Erfahrung zu Empowerment für die nächste Generation wird.

Im Bild v.l.n.r.: Anke Wöhrer, Salome Jansing, Yuna Taniguchi, Ina Reichelmeir, Zoe Jansing, Mathilda Scheid, Hannah Gunkel, Amelie Geisreiter und Aurelia Bucchioni.

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