Finale in Winterberg: Hofmeister/Prantl beenden Saison auf Platz sechs

Die Fans feiern den Snowboardweltcup in Winterberg

Abschwingen. Die Weltcupsaison der Alpinen Snowboarder*innen ist beendet. Zum Abschluss feiert Winterberg das deutsche Team – auch wenn ihm beim Heimweltcup ein Podiumsplatz verwehrt bleibt.

Noch einmal alles geben, alle Kräfte mobilisieren: Ole Mikkel Prantl (WSV Königssee), der gestern im Einzelwettbewerb von Winterberg mit Platz sechs überzeugt hat, will gemeinsam mit Teamkollegin Ramona Hofmeister (WSV Bischofswiesen) zeigen, dass die Platzierung von gestern kein Zufall war.
Die beiden präsentieren sich im letzten Rennen der Saison – dem Teamevent des VISA FIS Snowboard Alpine Weltcup presented by Würth MODYF – schnell, gewinnen ihr Achtelfinale gegen die starken Italiener Jasmin Coratti und Gabriel Messner.
Und auch in Runde zwei sieht es gut aus vor heimischem Publikum: Prantl gewinnt sein Duell gegen Aaron March (ITA) um 1,72 Sekunden. Ein Vorsprung, den sich die dreimalige Gesamtweltcupsiegerin Hofmeister gegen Lucia Dalmasso (ITA) eigentlich nicht nehmen lässt. Eigentlich. Denn der 29-Jährigen passiert am zweiten Tor ein Fehler: Sie rutscht auf der Backside weg, überdreht und kommt zum Stehen. Die Deutsche kann weiterfahren, aber die Zeit und Dalmasso sind weg. Am Ende landen Hofmeister/Prantl auf Platz sechs. Die Italiener holen sich den Tagessieg.

„Es war cool, heute mit Ole vor dieser Kulisse Gas zu geben. Ich hatte einen riesengroßen Fehler. Den kann man auf so einem flachen Hang nicht mehr korrigieren. Das tut mir sehr leid für Ole, weil er hier in Winterberg richtig schnell unterwegs war.“

Ramona Hofmeister

„Man freut sich zusammen und man weint zusammen. Das macht das Team aus, da gibt es keine Vorwürfe. Schönes Wetter, gute Piste, viele Zuschauer: Wir hatten trotzdem beide sehr viel Spaß. Und konnten zeigen, dass wir sehr schnell sind.“

Ole Mikkel Prantl

Weitere deutsche Teams auf Platz 8 und 9

Team GER 2 trifft auf Team GER 3: Mathilda Scheid (WSV Bischofswiesen) und Stefan Baumeister (SC Aising-Pang), die Zweitschnellsten der Qualifikation, sowie Melanie Hochreiter (WSV Bischofswiesen) und Elias Huber (SC Schellenberg) liefern sich in Runde eins ein Duell auf Augenhöhe. Mit dem besseren Ende für Hochreiter/Huber. Am Ende belegen sie Platz acht. Scheid/Baumeister landen direkt dahinter auf Rang neun.
Aurelia Buccioni (SV Camp2Race) und Yannik Angenend (FC Lengdorf) konnten sich als 17. knapp nicht für die Finalläufe qualifizieren.

Winterberg soll Snowboard-Hochburg bleiben

3000 Fans jubeln den deutschen sowie internationalen Athlet*innen an diesem Wochenende in Winterberg zu. Einer der begeisterten Zuschauer: Bürgermeister Michael Beckmann. „Der Snowboard-Weltcup ist zu Recht eine feste Größe im Winterberger Veranstaltungskalender und ein wichtiger Wirtschafts- sowie Marketingfaktor für unsere Region. Es ist beeindruckend zu sehen, wie sich die gesamte Stadt hinter diesem Event versammelt“, so der Politiker.
Positive Worte zum Weltcupfinale findet auch SNBGER-Präsident Prof. Michael Hölz: „Danke Winterberg für ein weiteres gelungenes Snowboardfest. Wir – und auch die internationale Konkurrenz – haben uns erneut sehr wohlgefühlt. Wenn wir hier ankommen, ist das jedes Mal ein großes ‚Hallo‘ zwischen den Kolleg*innen vor Ort und Snowboard Germany. In all den Jahren hat sich ein festes Event-Team – alle engagierten Helferinnen und Helfer eingeschlossen – etabliert, das gerne und gut zusammenarbeitet. Wir wollen unbedingt an unserem Weltcupfinale vor heimischem Publikum festhalten und haben daher die Weichen für weitere Heimrennen am Poppenberg gelegt.“

Bilder: (c) Stephan Peters
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