Hofmeister nicht zu schlagen: Dritter Sieg in Val St. Come
Weiße Weste in Val St. Come: Ramona Hofmeister gewinnt – nach Doppelsieg im vergangenen Jahr – auch das dritte Weltcuprennen im kanadischen Wintersportort. Damit wahrt sie die Chance auf das Podest der Parallel Riesenslalom-Wertung.
Traumfinale in Kanada: Die beste Parallel Riesenslalom-Athletin der Saison, Tsubaki Miki (JPN), trifft auf die Doppelsiegerin aus dem vergangenen Jahr in Val St. Come, Ramona Hofmeister (WSV Bischofswiesen). Ein Duell auf Augenhöhe – mit dem besseren Ende für die Deutsche.
Die 29-Jährige meistert die Schlüsselstelle vor dem Flachstück besser, nimmt mehr Schwung mit und fährt als erste über die Ziellinie zu ihrem 29. Weltcupsieg.
„Von mir aus können wir öfter hierher fliegen. Ich liebe es hier und bin schon voller Vorfreude angereist. Der Hang liegt mir. Auch die Bedingungen – Schneefall und schlechte Sicht – waren ähnlich wie im vergangenen Jahr. Aber das hat mich gar nicht gestört.“
Im Achtelfinale macht es Hofmeister noch spannend: Kleine Unsicherheiten und eine starke Michelle Dekker (NED) beenden das Rennen fast vorzeitig. Danach dreht die Deutsche auf. Sie gewinnt ihre Duelle – inklusive großes Finale – souverän.
„Gegen Tsubaki Miki ist es immer ein sehr cooler Fight. Die Läufe waren sehr ausgeglichen. Das hat richtig Spaß gemacht, gegeneinander zu fahren. Ich freue mich jetzt schon auf das Rennen morgen.“
Hofmeister, die wegen einer Sprunggelenksverletzung später in die Saison eingestiegen ist, macht mit dem Sieg einen Sprung in der Parallel Riesenslalom-Wertung: Vor dem finalen Rennen morgen steht die fünfmalige Disziplingewinnerin auf Platz vier – mit Chancen auf das Podest.
Stefan Baumeister (SC Aising-Pang) muss – nach Platz 16 in der Qualifikation – im Achtelfinale gegen den Gesamtweltcupführenden Maurizio Bormolini (ITA) ran. Und zeigt einmal mehr, dass er mit den Schnellsten mithalten kann: In Führung liegend rutscht der Deutsche fünf Tore vor dem Ziel weg. Danach wird’s flach, sodass Baumeister den Italiener ziehen lassen muss. Er wird 16.
Den Sprung in die K.O.-Duelle verpasst Teamkollegin Melanie Hochreiter (WSV Bischofswiesen) – wegen eines Sturzes in Lauf Nummer eins. Trotz Top-Zeit in Durchgang zwei reicht es nicht mehr für die besten 16. Sie belegt Platz 26.
Knapp war’s für Mathilda Scheid (WSV Bischofswiesen): Nach ihrem ersten Top Ten-Ergebnis im Weltcup vergangene Woche, muss die 19-Jährige heute als 18. des Vorlaufs im Finale zuschauen. Genau wie Vorjahressieger Elias Huber (SC Schellenberg) als 20. und Yannik Angenend (FC Lengdorf) als 30.