Talha Karakoca by Gustav Ohlson

Talha Karakoca sensationeller Vierter beim WSF World Rookie Final

Deutscher Freestyle Nachwuchs überzeugt in internationalem Feld mit starker Teamleistung.

Bereits letzten Dienstag ging es für das deutsche Team betreut vom Trainergespann Friedl May und Andreas Jügelt zum World Rookie Finale nach Ischgl. Mit von der Partie waren Maximilian Preissinger, Leon Gütl, Talha Karakoca, Noah Vicktor, Samy Kautner und Pauli Steindl. Leider verletzte sich Samy Kautner beim Training am Schlüsselbein, was einen Start unmöglich machte.


Nach zwei hochklassigen Qualifikationstagen zogen Talha Karakoca als 8. und Noah Vicktor als 12. ins Finale der „Groms“ Kategorie unter 15 Jahren ein und Maximilian Preissinger qualifizierte sich als 10. bei den „Rookies“ unter 19 Jahre fürs Superfinal. Ganz knapp verpassten die Runde der besten zwölf „Groms“ Pauli Steindl als 13. und Leon Gütl als 15.


Am Finaltag war bei leichtem Neuschnee der richtige Speed gefragt, was Leichtgewicht Noah Vicktor zum Verhängnis wurde. Er konnte seine Läufe nicht ohne Sturz beenden und wurde Zwölfter. Maximilian Preissinger zeigte mit Cab Double Underflip 900 am ersten Kicker und Backside 900 am zweiten Kicker sowie einem großartigen Jibrun mit SW BS blunt 270 auf der Canon,  cab 270 to regular an der Downtube, BS blunt 270 am Rainbowrail, dass er sich im internationalen Feld nicht verstecken braucht und wurde starker Sechster. „Das Niveau war wie immer ziemlich hoch, aber vor allem war der Kurs schwieriger zu fahren“ resümierte Maximilian Preissinger nach seinen Final-Runs.


Die Sensation lieferte Talha Karakoca, der sich als Vierter gegen die meist ein Jahr älteren Rider behauptete und nur knapp bei seiner ersten World Rookie Final Teilnahme das Podium verpasste. Mit BS 720 Nosegrab Japan am ersten Kicker, Hardway FS 720 mute am zweiten Kicker,  50/50 to crail an der Canon, BS lipslide an der Downtube und BS blunt 270 am Railbow-Rail zerlegt der Berchtesgadener den Kurs bei seinem ersten großen internationalen Auftritt. Dementsprechend glücklich war der 13 Jährige: „Als wir letzte Woche in den Bus gestiegen sind, hätte ich nicht gedacht, dass ich am Ende Vierter werde. Ich bin voll zufrieden, wie es gelaufen ist.“


Der Sieg in der Rookie Klasse ging bei den Jungs an Mons Røisland (NOR) und bei den Rookie Mädels an Henna Ikola aus Finnland.