Ein strahlendes Lächeln zum Abschluss der Saison: Selina Jörg wird Zweite in Winterberg! © Oliver Kraus

Selina Jörg holt beim Saisonabschluss in Winterberg Platz zwei | Amelie Kober bricht sich die Hand

Selina Jörg hat beim Saisonfinale der Raceboarder für einen mehr als versöhnlichen Abschluss eines langen Weltcup-Winters gesorgt.

Beim Heimweltcup in Winterberg, das nach 2005 und einer zehnjährigen Pause endlich wieder Teil des FIS Alpin Snowboard Weltcups war, musste sich die 27-Jährige aus Sonthofen nur der Norwegerin Hilde-Katrine Engeli geschlagen geben.

Zwar fehlten der Allgäuerin am Ende 3 Zehntel zum ganz großen Coup, doch am Ende überwog bei Jörg eindeutige das Glücksgefühl:

„Es ist eine richtige Genugtuung für eine Saison voller Höhen und Tiefen. Ich habe nach der Zitterpartie in der Quali selbst nicht mehr daran geglaubt. Aber ich habe dann von Runde zu Runde geschaut und mich nur auf mich konzentriert. Und das ist aufgegangen."

Um so schöner, dass es auf deutschem Boden funktionierte: „Das kommt noch hinzu. Bei einem Heimweltcup auf dem Podium zu stehen ist Wahnsinn. Es waren so viele Leute da, ein ganz tolles Publikum. Das war einfach nur grandios.“

Während Anke Karstens (Aschau, 29), Cheyenne Loch (Schliersee, 20) und Alexander Bergmann (Berchtesgaden, 27) ebenfalls die K.o.-Duelle auf dem Poppenberghang erreichten und am Ende Fünfte, 16te und 14ter wurden, hatten vier ihrer Teamkollegen von Snowboard Germany bereits nach der Quali die Segel streichen müssen.

Besonders bitter war dabei das Aus von Amelie Kober (Fischbachau, 27), die nach Bestzeit im ersten Lauf im zweiten Run so unglücklich stürzte, dass sich die Olympiadritte von Sotschi einen zweifachen Mittelhandbruch links zuzog.

„Es is sehr bitter, so auszuscheiden. Ich bin weggerutscht und direkt mit der Hand ans Stubby gekommen, woraufhin die gebrochen ist“, analysierte Kober nach dem Rennen, das sie als 28te beendete.

Daniel Weis (Bischofswiesen, 26), Stefan Baumeister (Feldkirchen-Westerham, 21) und Maximilian Stark (Unterhaching, 23) komplettierten das deutsche Ergebnis als 25, 31ter und 38ter.

Der Sieg bei den Männern ging an Roland Fischnaller (ITA).

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