Mit zwei Podestplätzen in der laufenden Saison ist Patrick Bussler bislang der erfolgreichste deutsche Snowboarder des Weltcup-Winters © Atsushi Tomura

Saisonabschluss der Raceboarder in Winterberg

Wie bereits im letzten Jahr, als das Saisonfinale des Alpinen Snowboard Weltcups am Sudelfeld über die Bühne ging, findet auch 2015 das letzte Parallel-Rennen eines langen Winters in Deutschland statt.

Zehn Jahre nach dem bislang einzigen Parallel Slalom in Winterberg, ist die Ferienwelt im Sauerland zurück im Weltcup. Am Samstag, 14. März, findet auf dem Poppenberg-Hang der finale Parallel Slalom (Single-Run-Format) des Winters statt.

Zwar haben die Vertreter von Snowboard Germany nichts mehr mit der Weltcup-Titel-Entscheidung zu tun, für einen guten Abschluss der Saison wollen die neun Vertreter von Snowboard Germany allemal sorgen – zumal es vor heimischen Kulisse immer etwas Besonderes ist.

So weiß Patrick Bussler (Aschheim, 30): „Endlich wieder ein zweites Rennen in Deutschland zu haben, noch dazu den Saisonabschluss, ist sehr cool. Das freut mich sehr. Ich glaube, das wird richtig gut und dass das Rennen im Sauerland gut für unseren Sport ist.“

Zwar lief es in Moskau vergangenes Wochenende nicht ganz so wie gewünscht, doch für das Finale in Winterberg ist der Olympiavierte im Parallel Riesenslalom optimistisch.

„Ich gehe ganz entspannt ins Rennen und werde mein Bestes versuchen. Es läuft ja zur Zeit eigentlich ganz gut.“ 

Sollte er annähernd an die Form von Bad Gastein, Österreich, (Platz drei) oder Asahikawa, Japan, (Platz zwei) anknüpfen können, sollte es auch besser für den ältesten deutschen Teilnehmer im Feld laufen als vor zehn Jahren in Winterberg.

„An das Rennen kann ich mich noch erinnern, allerdings nur ungern, weil ich die zweite Quali damals verhauen habe. Aber da sind wir auch auf einem anderen Hang gefahren“, so Bussler, der damals 28ter wurde.

Ähnliche Erinnerungen hat auch Selina Jörg (Sonthofen, 27), die – wie auch Amelie Kober (Fischbachau, 27) – mit einem Top-Ergebnis noch in die Top-3 des Parallel Slalom Weltcup-Rankings stürmen könnte. 

„Ich hoffe, es läuft dieses Mal besser als vor zehn Jahren. Aber das sollte nicht so schwer sein“, schmunzelt die Allgäuerin über ihr damaliges Debüt im Weltcup-Zirkus, bei dem sie 39te wurde.

Ordentlich Wut im Bauch hat die WM-Vierte im PGS allemal: „Moskau ist komplett in die Hose gegangen, obwohl es eigentlich momentan im Parallel Slalom ganz gut passt. Ich freue mich einfach nur auf den Saisonabschluss daheim.“

Genau wie Anke Karstens (Aschau, 29), Cheyenne Loch (Schliersee, 20), Alexander Bergmann (Berchtesgaden, 27), Daniel Weis (Bischofswiesen, 26), Stefan Baumeister (Feldkirchen-Westerham, 21) und Maximilian Stark (Unterhaching, 23), die das neunköpfige Team von Snowboard Germany für Winterberg komplettieren.

Stark feiert im Übrigen nach langer Verletzungspause sein Weltcup-Comeback – allerdings in einer komplett anderen Disziplin. Bis zu seinem Oberschenkelhalsbruch beim Weltcup in Montafon, Österreich, im Dezember 2012 war Stark nahezu ausschließlich im Snowboardcross Weltcup unterwegs gewesen.

Weltcup-Programm Winterberg

Samstag, 14. März: Qualifikation PSL Damen und Herren ab 10:15 Uhr, Finals ab 14:15 Uhr.

Die ARD überträgt das Finale live ab 14:30 Uhr! Im Anschluss daran folgt die Zusammenfassung vom Snowboardcross-Rennen in Veysonnaz, Schweiz.