In Japan raste Patrick Bussler noch auf Platz zwei, in Moskau reichte es heute 'nur' zu Rang sechs

Bussler hält die Fahne hoch – Rang sechs in Moskau

Die deutschen Raceboarder können auch 2015 ihren Moskau-Fluch nicht beenden. Einzig Patrick Bussler (Aschheim, 30) hat es als Teil des siebenköpfigen Aufgebots von Snowboard Germany geschafft, die K.o.-Runden beim einzigartigen Rampen-Parallel Slalom auf dem Gelände des Krylatskoye Sports Centre zu erreichen.

Allerdings war für den Olympia-Vierten von Sotschi nach einer souveränen Vorstellung im Achtelfinale gegen Sebastian Kisslinger (AUT) in der Runde der letzten Acht gegen den WM-Dritten Benjamin Karl (AUT) mit 24 Hundertstel Rückstand das Rennen als Sechster beendet.

„Ich bin relativ zufrieden mit dem Ergebnis, vor allem wenn man bedenkt, wie die Saison losgegangen ist. Aber von Rennen zu Rennen wächst dann doch die eigene Erwartungshaltung“, so Bussler, der verletzungsbedingt erst nach dem Jahreswechsel in den Weltcup einsteigen konnte und erst voriges Wochenende in Japan mit Platz zwei im PGS das bis dato bestes Ergebnis seiner Karriere eingefahren hatte.

„Heute war mehr drin. Ich bin schon enttäuscht, dass ich bereits im Viertelfinale raus bin. Ich hatte vor dem Flachstück nur ein kurzes Rattern auf der Frontside-Kante. Das war es dann schon“, erklärte der zweifache Vater, der in den vier Rennen in der Mega-Metropole zuvor erst einmal die Finalheats erreicht hatte (Rang 11, 2013).

Für Teamkamerad Alexander Bergmann (Berchtesgaden, 27), nach dem ersten Qualilauf noch Zeitschnellster seines Kurses, war nach einem Fahrfehler im zweiten Run als 23ter vor den K.o.-Duellen des Single-Run-Formats ebenso Schluss wie für Daniel Weis (Bischofswiesen, 26) als 24ter.

Stefan Baumeister (Feldkirchen-Westerham, 21) war nach einem Torfehler bereits nach dem ersten Qualifikations-Run ausgeschieden, genau wie auch Cheyenne Loch (Schliersee, 20) und Amelie Kober (Fischbachau, 27).

Das einzige zählbare Ergebnis der deutschen Damen erzielte Selina Jörg (Sonthofen, 27), die vor zwei Jahren als Vierte für das weiterhin beste deutsche Ergebnis in der russischen Kapitale gesorgt hatte. Die WM-Vierte des Parallel Riesenslaloms wurde 20te.

Der Sieg ging an Claudia Riegler (AUT), die in ihrem 299ten Weltcup-Rennen ihren fünften Sieg vor den beiden Schweizerinnen Julie Zogg und Patrizia Kummer feierte.

Bei den Herren setzte sich erstmals in seiner Karriere Justin Reiter vor Benjamin Karl und Roland Fischnaller (ITA) durch.

Die deutschen Snowboarder bekommen kommendes Wochenende beim Heimweltcup-Finale in Winterberg, Sauerland, die Chance, vor heimischen Publikum ein versöhnliches Ergebnis im letzten Weltcup-Rennen des Winters einzufahren.

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