Vor zwei Jahren stürmte Selina Jörg auf Rang vier auf der Moskauer Ramper - 2015 hofft sie auf ein noch besseres Ergebnis © Giacomo Marguti

Sieben Deutsche starten beim vorletzten Parallel Slalom der Saison

Mit einer um einen Person kleineren Entourage als in Japan reist das Raceboardteam von Snowboard Germany zum vorletzten Parallel Slalom Weltcup der laufenden Saison. Aufgrund Problemen mit ihrem Knie wird Anke Karstens (Prien, 29) die Reise nach Moskau nicht antreten. Die Olympiazweite hat aber ihren Start beim Saisonfinale in Winterberg in zehn Tagen bereits signalisiert.

Durch den Ausfall Karstens gehen daher nur sieben Deutsche in der russischen Kapitale an den Start, wo unweit des Zentrums im Krylatskoye Sports Centre eine riesige Stahlrampe aufgebaut wurde.

Bis dato haben die deutschen Carvingasse allerdings noch nicht all zu viele gute Erfahrungen mit dem Event in der Megametropole gehabt.

Einzig Selina Jörg, in dieser Saison mit die konstanteste Fahrerin und Sechste des Alpin Gesamt Weltcups, erreichte vor zwei Jahren beim letzten Weltcup in Moskau das Halbfinale und wurde am Ende Vierte.

„Ich hatte in Moskau schon gute Ergebnisse, das ist richtig“, erklärt die 27-jährige Sonthofenerin, „auch wenn die Stadt nie so meins war.“

Und auch die Rampe hat so ihre Eigenarten, wie die WM-Vierte im Parallel Riesenslalom zu bedenken gibt:

„Auf einer Rampe zu fahren, ist etwas komplett anderes. Mal abgesehen davon, dass es anders als in Japan wohl sehr eisig sein wird, ist ein Wettkampf auf einer Rampe immer eine Art Kaltstart. Man kann sich nicht einfahren, nur ein-, zweimal abrutschen. Es wird eine Überraschung, und ich hoffe, dass es gut für mich ausgeht.“

Ein gutes Ergebnis könnte Jörg auch im Rennen um die kleine Kristallkugel noch einmal nach vorne spülen. Derzeit liegt sie als Siebte des PSL Weltcup-Rankings 770 Punkte hinter der Leaderin Sabine Schöffmann (AUT, 1.890).

„Ich hatte in Japan nicht die Resultate, die ich mir vorgestellt habe. Aber im Parallel Slalom läuft es derzeit besser. Von daher bin ich optimistisch für den Saisonendspurt in Moskau und Winterberg.“

Neben der Zweitplatzierten der diesjährigen Universiade kann sich auch noch Amelie Kober (Fischbachau, 27) in Sachen Weltcup-Ranking einiges erhoffen. Als Fünfte (1.250) liegt die Olympiadritte von Sotschi nur 250 Punkte hinter den punktgleichen dritt- und viertplatzierten Ester Ledecka (CZE) und Julia Dujmovits (AUT).

Bei den Männern ruhen die Hoffnungen vor allem auf Patrick Bussler (Aschheim, 30) und Alexander Bergmann (Berchtesgaden, 27), die in Japan als Zweiter bzw. Fünfter erneut ihre Klasse unter Beweis stellen konnten.

Außerdem gehen Daniel Weis (Bischofswiesen, 26) sowie Stefan Baumeister (Feldkirchen-Westerham, 21) an den Start. Bei den Damen ist Cheyenne Loch (Schliersee, 20) als dritte deutsche Fahrerin gesetzt.

Die Qualifikation startet um 13:00 Uhr deutscher Zeit, die Nachtfinal-Läufe unter Flutlicht um 17:00 Uhr.