Hoch hinaus: Snowboard Germany feiert seine Race-Held*Innen

Acht Siege, insgesamt 17 Podiumsplätze, zwei Kristallkugeln: Die Saison der Race-Athlet*Innen von Snowboard Germany ist die erfolgreichste in der Geschichte des Verbands. Allen voran wächst Ramona Hofmeister über sich hinaus: Die 23-Jährige vom WSV Bischofswiesen gewinnt im Winter 2019/20 als erst zweite Deutsche den Gesamtweltcup. Außerdem sichert sie sich als erste Athletin für Schwarz-Rot-Gold die kleine Kristallkugel im Parallel Riesenslalom.

Da das Saisonfinale in Winterberg in diesem Jahr ausfällt, hat die FIS die erfolgreichen deutschen Racer im Rahmen eines Festakts von Snowboard Germany am Freitag, 13. März 2020, im Olympiaturm München geehrt. Neben der großen Kristallkugel für Ramona Hofmeister wurden auch Stefan Baumeister (SC Aising-Pang) als Gesamtweltcup-Zweiter und Selina Jörg (SC Sonthofen) für Platz drei in dieser Wertung von Peter Krogoll, FIS Assistant Race Director Snowboard, ausgezeichnet.

Ramona Hofmeister:

„Dass ich die Zeit der Saisonvorbereitung im letzten Sommer bestmöglich genutzt habe, war mir schon klar. Aber so eine Saison kann man natürlich nie erwarten.“

Die erfolgreichste deutsche Wintersportlerin ist eine Snowboarderin: Ramona Hofmeister steht in diesem Winter in acht von zehn Rennen auf dem Podium, gewinnt sechsmal und holt nach Amelie Kober vor elf Jahren die große Kristallkugel zum zweiten Mal nach Deutschland. Außerdem krönt sie als erste Athletin von Snowboard Germany ihre Saison mit dem Disziplin-Weltcup-Sieg im Parallel Riesenslalom.

Selina Jörg:

„Bei mir war die Saison eine richtige Achterbahnfahrt mit vielen Hochs und Tiefs – und mit einem schönen Abschluss mit zwei Podestplätzen in Kanada.“

Stark zum Auftakt und stark zum Saisonfinale: Mit zwei Podestplätzen startet Selina Jörg in die Weltcupsaison 2019/20. Nach einer kurzen Schwächephase um den Jahreswechsel kommt die Weltmeisterin wieder stark zurück: Sie steht in drei weiteren Rennen auf dem Podium wird Zweite des Parallel-Riesenslalom, Dritte des Parallel Slaloms – und als Dritte steht sie auch auf dem Podium in der Gesamtwertung.

Stefan Baumeister

„In diesem Winter konnte ich konstant punkten, auch wenn mir der Einzelsieg diesmal fehlt. Highlight waren die beiden Siege mit Ramona gemeinsam im Teamevent.“

So konstant wie nie: Stefan Baumeister landet in sieben von zehn Rennen unter den besten sechs. Damit punktet er beständig – und kann sich den zweiten Platz im Gesamtweltcup sichern. Zwei seiner drei Podestplätze in den Einzelrennen fährt er im Parallel Slalom ein. Das bringt ihm Platz drei in der Saisonwertung dieser Disziplin. Gemeinsam mit Ramona Hofmeister ist er im Teamevent ungeschlagen: Die beiden gewinnen die Bewerbe in Bad Gastein und Piancavallo.

Das erfolgreiche Deutsche Team komplettieren Carolin Langenhorst (Platz 8 der Gesamtwertung, WSV Bischofswiesen) und Melanie Hochreiter (Platz 13 der Gesamtwertung, WSV Bischofswiesen) sowie Nachwuchsathlet Elias Huber (SC Schellenberg), der seine erste komplette Weltcupsaison absolviert hat. Cheyenne Loch (SC Schliersee) und Christian Hupfauer (SC Aising-Pang) konnten diese Saison verletzungsbedingt nicht eingreifen.