Knapp am Finale vorbei: Leilani Ettel wird 13. in der Halfpipe

Knapp am Finale vorbei: Leilani Ettel verpasst die Entscheidung um einen Platz.

Die deutschen Halfpipe-Snowboarderinnen verpassen bei den Olympischen Spielen in Livigno den Einzug ins Finale, präsentieren sich in der Qualifikation aber gut. Leilani Ettel scheitert als 13. denkbar knapp am Finalticket der besten zwölf, Kona Ettel wird bei ihrem Olympia-Debüt 18. und Anne Hedrich beendet ihren ersten olympischen Wettbewerb auf Rang 21.

Vor begeistertem Publikum kämpfen die Athletinnen in der Halfpipe von Livigno um die zwölf Finalplätze bei den Olympischen Spielen. Darunter das deutsche Trio mit zwei Olympia-Debütantinnen: Die 18-jährige Kona Ettel (SV Pullach) und die 19-jährige Anne Hedrich (Ski Club Emmendingen) sind zum ersten Mal bei den Spielen dabei. Die ältere Ettel-Schwester, Leilani, war 2022 bereits für Deutschland dabei.

Leilani Ettel fehlt ein Platz zum Finale

Besonders bitter verläuft die Qualifikation für Leilani Ettel (SV Pullach). Nach zwei Runs – gewertet wurde der jeweils bessere – landet die 24-Jährige auf Platz 13. Bei den Spielen 2022 in Peking war Ettel als Achte ins Finale gefahren, entsprechend realistisch war auch diesmal die Hoffnung auf die Top 12.

In einem extrem starken Starterfeld, dominiert von Nationen wie Japan und den USA, hielt die Deutsche bis zum Schluss Kontakt zu den Finalrängen.

„Es war nervenaufreibend, aber es hat auch so viel Spaß gemacht. Die Pipe war mega, ich bin richtig happy mit meiner Leistung. Natürlich ist es extrem schade, dass es jetzt gar so knapp war, ich wäre sehr gern auch im Finale gefahren. Aber ich habe mich so gut auf dem Board gefühlt, wie seit zwei Jahren nicht mehr und das spornt mich an, in Zukunft noch weiter vorne mitzufahren.“

Leilani Ettel

Starker Olympia-Einstand für Kona Ettel

Für Kona Ettel (SV Pullach) waren es die ersten Olympischen Spiele. Die 18-Jährige zeigte bereits im ersten Run einen sicheren Lauf und konnte sich im zweiten Durchgang noch einmal steigern. Am Ende steht Platz 18.

„Das Adrenalin pumpt gerade noch, ich bin völlig aus dem Häuschen. Es hat unfassbar viel Spaß gemacht. Ich bin happy, dass ich beide Runs stehen konnte und mich im zweiten noch verbessert habe. Das ist ein tolles Gefühl.“

Kona Ettel

Anne Hedrich zeigt Moral nach Sturz

Auch für Anne Hedrich (Ski Club Emmendingen) war es das olympische Debüt. Nach einem Sturz im ersten Run lag sie zunächst auf Rang 23 von 24 Starterinnen. Im zweiten Durchgang zeigte die 19-Jährige jedoch Nervenstärke, brachte ihren Run sauber ins Ziel und beendet die Qualifikation auf Platz 21.

„Ich konnte meinen ersten Run leider nicht stehen, dann ist beim zweiten natürlich extrem viel Druck. Ich bin zwar happy, dass ich den dann gelandet habe, aber das war nicht das, was ich zeigen wollte und das ist einfach schade.“

Anne Hedrich

„Sehr stolz auf die Drei“

Disziplinverantwortlicher Michael Dammert zieht ein positives Fazit:

„Wir sind sehr stolz auf die Drei, sie alle haben ihre Runs runtergebracht.“

Michael Dammert

Foto: Knapp am Finale vorbei: Leilani Ettel verpasst die Entscheidung um einen Platz. Copyright: FIS/Julia Piatkowska
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