Olympische Winterspiele 2026: Größtes deutsches Snowboard-Team aller Zeiten, 19 Athlet*innen nominiert
17 Tage vor dem Start der Olympischen Winterspiele Mailand Cortina 2026 ist das Team Deutschland komplett. Am heutigen Dienstag, 20. Januar, hat der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) in seiner Nominierungssitzung 183 Athlet*innen offiziell für das Team D nominiert. Davon gehen 19 in den Snowboarddisziplinen an den Start – darunter Ramona Hofmeister, Stefan Baumeister, Martin Nörl, Leon Ulbricht, Annika Morgan und Christoph Lechner.
19 SNBGER-Athlet*innen starten bei den Olympischen Spielen. Das ist das größte Snowboard-Team, das Deutschland je nach Olympia entsand hat.Dies gab der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) heute bekannt. Dabei konnten sowohl im Parallel Riesenslalom als auch bei den Boardercross-Männern je vier Quotenplätze besetzt werden – das zur Verfügung stehende Kontingent wurde voll ausgeschöpft.
Snowboard-Team für Livigno steht fest
Die SNBGER-Athlet*innen gehen in allen Olympischen Snowboard-Disziplinen an den Start. Besonders Ausnahmeathletin Ramona Hofmeister rechnet sich Chancen aus. Die Gewinnerin der Bronzemedaille in Pyeongchang 2018 hat schon so ziemlich alles gewonnen, was es im Alpinen Snowboard zu gewinnen gibt – außer Olympisches Gold.
Nach einer Sprunggelenkfraktur im Herbst schien der Traum von Italien 2026 für Hofmeister fast ausgeträumt. Anfang des Jahres meldet sie sich im Weltcup zurück und gibt direkt die Richtung vor: Platz eins im ersten Rennen nach der Verletzung, Olympia-Quali direkt in der Tasche. Seither stand sie in der olympischen Disziplin Parallel Riesenslalom immer auf dem Podium, in Bansko letztes Wochenende wieder ganz oben.
Die Freude über den Olympia-Start steht ihr bei der Einkleidung ins Gesicht geschrieben.
„Ich bin super happy, dass es geklappt hat und ich heute hier bin.“
Snowboardcrosser rücken mit drei Nachwuchstalenten an
Die Boardercrosser warten mit ihren jungen Wilden auf: Leon Ulbricht, der bereits vier Mal auf dem Weltcuppodium stand, gilt als absoluter Shootingstar in der SBX-Welt.
„Ich freue mich total, bei Olympia dabei zu sein, da geht ein Kindheitstraum in Erfüllung.“
Auch erstmalig dabei sind außerdem Julius Reichle und Niels Conradt. Neben den Young Guns sind auch erfahrene Olympionik*innen im Boardercross-Team wieder dabei, Martin Nörl und Jana Fischer fahren beide zum dritten Mal zu den Olympischen Spielen.
Deutsche Freestyler*innen in allen drei Disziplinen
Im Slopestyle und Big Air treten Annika Morgan und Noah Vicktor an, beide waren im Winter 2022 in Beijing das erste Mal bei den Spielen dabei und freuen sich auf Italien – auch, weil die Familie dieses Mal dabei sein kann.
„Meine ganze Familie fällt im Februar in Livigno ein, sogar meine Tante und mein Onkel aus Amerika wollen kommen.“
Ebenfalls in Beijing war Leilani Ettel das erste Mal dabei, auch sie hat sich in dieser Saison für das Team D qualifiziert. Ihre Familie kommt nicht nur zum Zuschauen nach Livigno: Schwester Kona wird mit ihr und Teamkollegin Anne Hedrich in der Halfpipe um Edelmetall fahren.
Vollständig macht das Team in der Halfpipe dann noch Christoph Lechner, der 2025 den vierten Platz bei der WM in St. Moritz einfuhr. Auch er ist zum ersten Mal bei den Olympischen Winterspielen dabei.
Großes Team und viele Newcomer
Insgesamt sind rund zwei Drittel des Team D zum ersten Mal bei den Spielen, das spiegelt sich auch in den Reihen der SNBGER-Athlet*innen wider, die in diesem Jahr nominiert sind. Das bisher größte deutsche Team in der Geschichte des olympischen Snowboardens ist geprägt von erfahrenen Medaillengewinner*innen und vielen Newcomer*innen.
„Da kann man sehr stolz sein. Wir sind fast Genderequal, das ist das, was wir uns vorgestellt haben. Dann noch vier von vier im Parallel Riesenslalom und bei den SBX-Herren: Dass wir alle Startplätze in diesen Disziplinen besetzen können, ist ein wichtiger Schritt mit Blick auf unsere Medaillenchancen. Besonders hervorzuheben ist auch das Halfpipe-Team: Mit vier, teilweise sehr jungen, Athlet*innen führen wir den Weg in den Freestyle-Disziplinen weiter erfolgreich fort.“
Die Team D Athlet*innen der Snowboard-Disziplinen für Milano Cortina 2026
Snowboard Cross:
Jana Fischer (SC Löffingen), Oberstorf
Leon Ulbricht (SC Rötteln), Oberstorf
Martin Nörl (DJK-SV Adlkofen), Sonthofen
Julius Reichle (SC Konstanz), Oberstorf
Niels Conradt (SC Dingolfing), Oberstorf
Parallel Riesenslalom:
Ramona Hofmeister (WSV Bischofswiesen), Bad Reichenhall
Cheyenne Loch (SC Schliersee), Schliersee
Melanie Hochreiter (WSV Bischofswiesen), Berchtesgaden
Mathilda Scheid (WSV Bischofswiesen), Berchtesgaden
Max Kühnhauser (WSV Königssee), Schönau am Königssee
Stefan Baumeister (SC Aising Pang), Feldkirchen-Westerham
Elias Huber (WSV Bischofswiesen), Berchtesgaden
Yannik Angenend (FC Lengdorf), Lengdorf
Halfpipe:
Kona Ettel (SV Pullach), Pullach
Anne Hedrich (SC Emmendingen), Innsbruck
Leilani Ettel (SV Pullach), Pullach
Christoph Lechner (SC Ostin), Hinterglemm
Big Air und Slopestyle:
Annika Morgan (SC Miesbach), Innsbruck
Noah Vicktor (WSV Bischofswiesen), Freilassing