Platz drei und vier in Bansko: Hofmeister und Angenend erneut stark
Die deutschen Raceboarder*innen sind in Olympia-Form: Ramona Hofmeister belegt nach ihrem Sieg gestern im zweiten Parallel Riesenslalom im bulgarischen Bansko Platz drei. Teamkollege Yannik Angenend bestätigt seinen vierten Platz.
Ramona Hofmeisters (WSV Bischofswiesen) Serie seit ihrem Comeback vergangene Woche bleibt beeindruckend: Nach dem Sieg gestern fährt die 29-Jährige im zweiten Parallel Riesenslalom in Bansko (BUL) auf Platz drei und feiert in ihrem dritten PGS-Rennen in dieser Saison ihren dritten Podestplatz.
Wie gestern zeigt sie eine souveräne Fahrt nach der anderen. Einzig im Halbfinale gegen die spätere Siegerin Tsubaki Miki (JPN) passiert Hofmeister heute ein Fehler auf der Backside.
„Ein Patzer das ganze Wochenende. Damit kann ich leben. Auf dem roten Kurs, auf den ich im Halbfinale wechseln musste, waren ein, zwei Tore ein bisschen eisig. Da bin ich weggerutscht. Alles in allem bin ich so zufrieden und happy, dass ich wieder ganz vorne mitfahren kann. Mein Fuß macht alles mit. Mehr geht nicht. Ich freue mich auf die kommenden spannenden Wochen.“
Dieser Knoten scheint geplatzt: Yannik Angenend (FC Lengdorf), schon lange für seine top Trainingszeiten bekannt, gehört zu den Schnellsten Raceboardern an diesem Weltcupwochenende. Nach seinem Coup gestern, bestätigt der SNBGER-Athlet seinen vierten Platz heute. Außerdem: In der Qualifikation setzt sich der 25-Jährige sogar an die Spitze des Feldes, sodass er mit Trikotnummer eins ins Rennen geht.
„Dass ich plötzlich mit Startnummer eins am Start stehe, hat sich unwirklich angefühlt. Ich habe das gar nicht so gecheckt. Meine Qualifikationsläufe haben sich ‚ok‘ angefühlt. Ich habe im Ziel abgeschwungen und gedacht: ‚Hoffentlich reicht es für die Top 16.‘ Mit Bestzeit hätte ich niemals gerechnet.“
Eine Schrecksekunde im kleinen Finale verhindert seinen vielleicht ersten Podestplatz im Weltcup: Der Deutsche wird ausgehoben und landet im Schnee.
„Mir haben die letzten Körner gefehlt. Aber es ist nichts passiert. Und mit zweimal Platz vier bin ich mehr als zufrieden.“
Der erste Qualifikationslauf bleibt Stefan Baumeisters (SC Aising-Pang) Achillesverse. Wie so oft geht der 32-Jährige mit Rückstand in Runde zwei des Vorlaufs. Eine gute Ausgangssituation fürs Finale ist damit fast unmöglich. Er rettet sich mit seiner zweiten Fahrt ins Achtelfinale – wo er gegen Teamkollege Angenend ausscheidet und 16. wird.
Auch Melanie Hochreiter (WSV Bischofswiesen) ereilt ein ähnliches Schicksal: Ein Fehler in Runde eins bedeutet das „Aus“ gegen die heutige Zweitplatzierte Elisa Caffont (ITA) und am Ende Platz 15.
Das Rennen heute? Eher zum Vergessen! Nachwuchstalent Mathilda Scheid (WSV Bischofswiesen) bleibt als 30. in der Qualifikation hängen. Aber trotzdem überwiegt die Freude bei der 19-Jährigen: Sie hat den vierten internationalen Quotenplatz für Snowboard Germany eingefahren und steht vor ihren ersten Olympischen Spielen.
„Heute war einfach nicht mein Tag. Ich bin so froh, dass es trotzdem für den Quotenplatz gereicht hat. Paul (Marks) hat die ganze Zeit gerechnet…dass ich morgen zur Olympia-Einkleidung gehen darf, fühlt sich noch ein bisschen unwirklich an.“
Elias Huber (SC Schellenberg) muss heute nach einem schweren Fehler im zweiten Qualifikationslauf sein Rennen vorzeitig beenden. Auch Max Kühnhauser (WSV Königssee) und Ole Mikkel Prantl (WSV Königssee), die noch um die deutsche Olympianorm (zweimal Top 16, einmal Top 8) gekämpft haben, bleiben im Vorlauf hängen und kommen auf die Plätze 19 und 29. Salome Jansing (SC Schellenberg) wird 37.
Die SNBGER-Youngster Aurelia Bucchioni, Hannah Gunkel (beide SV Camp2Race e.V.), Zoe Jansing (SC Schellenberg) und Benedikt Riel (SK Ramsau) kommen bei ihrem Weltcupeinsatz nicht ins Ziel.