Platz vier bei Olympia! Annika Morgan überzeugt im Slopestyle
Starke Leistung zum Abschluss der olympischen Snowboardwettkämpfe in Livigno: Annika Morgan fährt im Slopestyle auf Platz vier. Erst die allerletzte Athletin verdrängt die Deutsche nach langem Bangen noch von den Medaillenrängen.
Alle waren da, um zu gratulieren. „Du kannst echt stolz auf Dich sein“, sagt Sportdirektor Andreas Scheid. Konkurrentin Laurie Blouin (CAN) zollt der „German Legend“ Respekt – genau wie das ganze Team D. Aber Annika Morgan muss das Slopestyle-Finale der Olympischen Spiele erstmal sacken lassen. Für sie überwiegt kurz nach Contest die Enttäuschung.
Lange sah es – auf dem Zwischenklassement auf Platz drei – nach einer Medaille für die Deutsche aus. Eine Athletin nach der anderen biss sich an Morgans Marke von 78,78 Punkten die Zähne aus. Doch die allerletzte verbliebene Konkurrentin schiebt sich vorbei: Zoi Sadowski Synnott (NZL) verdrängt Morgan vom Podium auf Platz vier.
„Bis zum letzten Moment Dritte – das ist echt blöd. Aber wenn mich schon jemand aus den Medaillenrängen verdrängt, dann Zoe. Sie ist wirklich gut gefahren. Das ist ok.““
Anhaltender Schneefall und Wind wirbeln den Terminkalender in Livigno im Vorfeld durcheinander. Das Slopestyle-Finale – ursprünglich für Dienstag angesetzt – musste auf Mittwoch verschoben werden. Kein Problem für Morgan. Die Deutsche zeigt sich unbeeindruckt und gleich in den ersten beiden Runs, dass mit ihr zu rechnen ist. Nur im entscheidenden dritten Durchgang stürzt die 24-Jährige.
„Ich hatte echt viel Spaß heute. Auf diesen Contest habe ich so hart hingearbeitet. Und ich bin stolz auf mich, wie ich es durchgezogen habe. ‚Olympia ist auch nur ein Wettkampf‘. Das habe ich versucht, mir immer wieder zu sagen.“
„Mir tut es sehr leid für Annika. Vierter ist undankbar. Wenn sie ihren dritten Run gestanden hätte, hätte es wohl für die Medaille gereicht. Sie hat gezeigt, dass sie zur Weltspitze gehört. Ich freue mich auf viele weitere Contests mit ihr.“
Bei den Herren konnte sich Noah Vicktor nach einem Sturz im entscheidenden Qualifikationslauf kein Ticket für das Finale sichern. Der Deutsche kommt zum Abschluss seiner zweiten Olympischen Spiele auf Platz 23.