Platz zwei am zweiten Renntag in der Türkei: Leon Ulbricht erneut auf dem Podest

Leon Ulbricht jubelt über Platz zwei.

Am heutigen zweiten Renntag in Erzurum (TUR) kann der Deutsche Leon Ulbricht sich erneut gegen die Konkurrenz durchsetzen. Nach seinem Sieg am ersten Renntag am Freitag belegt er heute Platz zwei. Martin Nörl fährt Platz sieben ein.

In Erzurum hat er das letzte Fünkchen Glück auf seiner Seite: Nach dem Crash mit Team-Kollege Nörl bei Olympia fuhr Leon Ulbricht (SC Rötteln) am ersten Renntag hier in der Türkei direkt auf Platz eins. Und diese Siegesleistung vom Freitag will er heute offensichtlich wiederholen. Runde um Runde fährt Ulbricht seiner Konkurrenz davon, im Halbfinale kämpft er sich nach Problemen im Start bis auf Platz zwei nach vorn.

Dann das Big Final, nach einem starken Start führt „Ulle“ den Heat klar an, doch kurz vor Schluss katapultiert sich Adam Chollet (FRA) in der letzten Kurve an ihm vorbei und auch Bruder Jonas Chollet (FRA) kommt gefährlich Nahe – ein heißer Zieleinlauf, Kopf an Kopf mit den Chollet Brüdern. Am Ende platziert sich Leon Ulbricht als sehr zufriedener Zweiter zwischen den Franzosen.

„Mir geht es sehr, sehr gut. Ich bin zufrieden, das Wochenende hat genau meiner Grundperformance entsprochen und ich konnte zeigen, wie gut ich wirklich bin. Hier ist mein Können mit dem bisschen Glück zusammengekommen, was mir in den letzten Rennen gefehlt hat. So konnte ich endlich wirklich zeigen, wo ich Leistungstechnisch stehe.“

Leon Ulbricht

Nörl erneut in den Top Acht

Auch Martin Nörl (DJK-SV Adlkofen) kann heute immer wieder sein Können beweisen. Erst im Halbfinale kann er sich nicht gegen die Konkurrenz durchsetzen, ein langsamer Start kostet ihn hier das große Finale – auch wenn er bis zum Ende alles gibt.

Diesen Kampfgeist nimmt er mit ins Small Final wo er sich bis zum Schluss mit Adam Lambert (AUS) ein hartes Duell um Platz zwei liefert. Am Ende kann Lambert sich auch noch an Alessandro Hämmerle aus Österreich vorbeischieben und das Rennen für sich entscheiden, während Nörl als Dritter durchs Ziel fährt. Nach Platz 6 am Freitag heute also Platz 7.

„Zweimal kleines Finale ist natürlich immer gut, von der Performance her würde ich mir ein ‚okay bis gut‘ geben. Aber in den nächsten Rennen ist ganz klar noch Luft nach oben.“

Martin Nörl

Dramatische Szenen bei den Damen

Die schwierigen Wetterverhältnisse in Erzurum machten heute allen Rider*innen zu schaffen, bei den Damen sorgten sie im Viertelfinale von Jana Fischer (SC Löffingen) für überraschende Wendungen.

Zunächst führen Zoe Colombier (FRA) und Mia Clift (AUS) den Heat an. Plötzlich reißt Colombier bei einem Sturz die Australierin Josie Baff von den Füßen, Jana Fischer scheint zunächst an den beiden vorbeifahren zu können, gerät dann in Bedrängnis und stürzt selbst. Nur Mia Clift kann dem Gruppensturz entkommen, gerät dann aber weiter unten auf der Strecke in eine missliche Lage und fällt auch – am Ende sind es Josie Baff und Jana Fischer die als erste und zweite Riderin ins Ziel kommen.

Hier dann der Schock für die Deutsche: der „Run under Review“ zeigt, Fischer fährt bei ihrem Sturz in ein Gate und wird somit nicht nur als DNF gewertet, sondern erhält als Strafe für den Torfehler den letzten Platz im Heat.

„Ich habe mir natürlich mehr erhofft, aber hatte heute einfach Pech. Die Situation auf dem Kurs war super chaotisch, ich habe den Gatefehler nicht einmal bemerkt und bin sofort aufgestanden und weitergefahren. Unten war dann schnell klar: ‚Run under Review‘ und eine mögliche DNF-Wertung. Da wusste ich schon, dass es leider nicht für das Halbfinale reicht.“

Jana Fischer

„Ergebnistechnisch Tiptop“

Auch Kurt Hoshino (SC Sonthofen) und Niels Conradt (SC Dingolfing) konnten heute Weltcuppunkte einfahren, sie sicherten sich in den Achtelfinalen Platz 28 und 29. Insgesamt zeigt sich Disziplincoach David Speiser zufrieden mit dem heutigen Renntag.

„Es war ein harter Tag vom Wetter her, die Strecke war wirklich am Limit. Aber ergebnistechnisch lief es tiptop, wir können absolut zufrieden sein.“

David Speiser

Bild: Leon Ulbricht jubelt über Platz zwei. Copyright: FIS/Mine Kasapoglu
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