SNBGER baut Startgerade der Olympischen Spiele nach // Vorbereitung auf China-Weltcup

Besondere „Road to Mailand Cortina“ in Flachau (AUT): Die Verantwortlichen von Snowboard Germany haben die Startgerade der olympischen Snowboardcross-Strecke nachgebaut. Das Ziel: So viele Trainingsläufe wie möglich auf dem Kurs der Winterspiele. Schon Wochen vor dem Großereignis.

 

Olympia-Start in Flachau simuliert

Fast 3000 Kubikmeter Schnee für den Traum von olympischem Edelmetall: Die Verantwortlichen von Snowboard Germany um Sportdirektor Andreas Scheid und SBX-Diziplinverantwortlichen Bernard Loer gehen auf der „Road to Livigno“ neue Wege und setzen auf eine ganze besondere – und aufwendige – Maßnahme.

Im Rahmen des Trainingscamps zum Jahresstart in Flachau (AUT) wurde die Startgerade der olympischen Snowboardcross-Strecke detailgetreu nachgebaut. Ziel des außergewöhnlichen Projekts ist es, den Athlet*innen bereits Wochen vor den Olympischen Winterspielen möglichst viele Trainingsläufe auf dem entscheidenden Teil des Kurses zu ermöglichen – und so einen wertvollen Wettbewerbsvorteil zu erarbeiten.

„Bei Olympia werden am Trainingstag drei Läufe gefahren – und das war’s. Wir haben die Möglichkeit, schon vorher zu trainieren. Wenn wir in Livigno ankommen, wissen wir: Wir können das, müssen nur noch feinjustieren. Vollgas!“

Bernard Loer, Disziplinverantwortlicher SBX

„Die Idee ist im Rahmen unserer Leistungssportklausur im Herbst entstanden, bei der alle unsere Coaches zusammen waren. Da ging es darum: Wie schaffen wir für jedes Team individuell die besten Rahmenbedingungen auf der ‚Road to Mailand Cortina‘.“

Andreas Schei, Sportdirektor

Start als Schlüssel zum Erfolg

Rund 60 Trainingsläufe konnten Martin Nörl, Leon Ulbricht, Jana Fischer und Co. auf der nachgebauten Startgeraden der Olympischen Winterspiele, die von 6. bis 22. Februar 2026 in Italien stattfinden, absolvieren. Läufe, die ihnen am Tag X einen kleinen Wettbewerbsvorteil verschaffen sollen.

„Der Start ist im Boardercross unglaublich wichtig. Die Chance, dass man an erster oder zweiter Position über die Ziellinie fährt, ist ungleich höher, wenn man von Beginn an vorne wegfährt. Auch das Risiko eines Crashes ist geringer.“

Bernard Loer

„Road to Mailand Cortina“ führt über China

Bevor es in Italien um die olympischen Medaillen geht, steht dem SBX-Team in Dongbeiya (CHN) noch ein Weltcup bevor – für einige die letzte Chance für die Erfüllung der nationalen Olympianorm.

Während Leon Ulbricht, Jana Fischer und Martin Nörl sich bereits qualifizieren konnten, haben Kurt Hoshino, Julius Reichle und Niels Conradt am Wochenende noch einmal die Gelegenheit. Reichle, der in Cervinia auf Platz 15 fuhr, reicht eine weitere Top 16-Platzierung, Conradt und Hoshino können sich mit einer Top 8- oder zwei Top 16-Platzierungen am kommenden Wochenende noch qualifizieren.

„Das Team ist fit, alle sind gesund und wir kommen von einer sehr guten Trainingssession in Flachau. Der Kurs hier in China ist herausfordernd, die Strecke ist insgesamt eher kurz und auf der langen Zielgeraden kann nach hinten raus noch viel passieren. Es ist der letzte Wettkampf der olympischen Qualifikationsperiode, entsprechend werden alle hier alles geben, wer am Freitag die Qualifikation nicht fehlerfrei fährt, hat schlechte Karten. Aber wir gehen wie immer auf Vollgas, full send!“

David Speiser, Disziplincoach SBX

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