Solider Saison-Auftakt im PGS: Drei Deutsche in den Top 16 in Mylin
Am ersten Renntag des Visa FIS Snowboard Alpine World Cup im Parallel-Riesenslalom in Mylin (CHN) heute ist das deutsche Race-Team ohne Podestplatz, aber mit drei Achtelfinal-Einzügen in die olympische Saison 2025/2026 gestartet. Cheyenne Loch wurde Zehnte, Elias Huber Zwölfter und Stefan Baumeister belegte Rang 13.
Top Konditionen an Renntag eins in Mylin (CHN)
Die Sonne scheint, die Piste ist knallhart: Nach drei intensiven Trainingswochen in China startet das deutsche Race-Team beim ersten von zwei PGS-Rennen in Mylin in die olympische Saison 2025/2026. Cheyenne Loch (SC Schliersee), Stefan Baumeister (SC Aising-Pang) und Elias Huber (SC Schellenberg) schafften den Sprung in die Finalläufe, mussten sich dort jedoch jeweils im Achtelfinale geschlagen geben.
„Heute hat es noch nicht gereicht – aber wir sind absolut zuversichtlich“
Bundestrainer Paul Marks zeigte sich nach dem ersten Renntag insgesamt zufrieden mit dem Auftritt seiner Athlet*innen und richtet den Blick direkt nach vorne auf das zweite Rennen:
„Heute hat es zwar noch nicht gereicht, aber ich bin mit der Leistung von allen zufrieden. Für morgen sind wir absolut zuversichtlich, die heutige Nervosität vor dem ersten Rennen ist verpufft und wir können morgen zeigen, was wir können.“
Die lange Vorbereitung in China mit Trainingsstationen im Westen des Landes und nahe Peking zahlt sich aus: Material, Abläufe und Abstimmung im Team passen – nun soll am zweiten Renntag der nächste Schritt folgen.
Loch nimmt Tempo und Selbstvertrauen mit in Rennen zwei
Cheyenne Loch erwischte einen frühen Knock-out – sie schied nach einem Sturz im ersten Finallauf gegen die 16-jährige Bulgarin Malena Zamfirova aus, landete damit auf einem soliden Platz 10. Loch nimmt aus dem ersten Renntag viele positive Aspekte mit:
„Ich habe nicht damit gerechnet, dass es so schnell vorbei ist, aber ich habe heute schon viel mitnehmen können. In der Quali und im Finale habe ich einige Fehler gemacht, aber ich habe auch gesehen, dass ich schnell bin, das war gut. Auf der anderen Seite ist jetzt der Druck raus, das erste Rennen ist geschafft und die Piste hier ist wirklich super, die Bedingungen sind top – jetzt muss ich das morgen nur noch runterbringen.“
Für die erfahrene Racerin ist der erste Wettkampf damit vor allem ein wichtiger Schritt, um Rhythmus und Vertrauen in den Olympia-Winter zu bringen.
Huber zufrieden, aber mit Lust auf mehr
Für Elias Huber endete der Wettkampf ebenfalls im Achtelfinale, sportlich ordnet er den Auftakt dennoch positiv ein:
„Ich bin zufrieden mit meiner Performance. Eine Runde weiter wäre cool gewesen, aber heute sollte es nicht sein.“
Der Sprung in die Finalläufe und sein 12. Platz bestätigen seine gute Form – und lassen Luft nach oben für Tag zwei.
Baumeister ärgert sich über eigenen Fehler
Stefan Baumeister konnte sich zunächst gegen den Schweizer Dario Caviezel behaupten, verlor dann aber seinen Vorsprung und wurde letztlich überholt, es bleibt bei Platz 13. Baumeister zeigt sich nach dem Aus im Achtelfinale selbstkritisch:
„Das war einfach mein Fehler. Ich habe ab der Hälfte gedacht, er ist raus und habe ein bisschen weniger gegeben. Ich habe dann zu spät realisiert, dass er direkt hinter mir ist und ihm so die Chance zum Überholen gegeben.“
Auch Baumeister blickt nach dem Rennen nach vorn, denn die notwendige Geschwindigkeit konnte er heute deutlich zeigen.
Erfahrung für den Nachwuchs – Fokus auf Tag zwei
Das restliche deutsche Team mit Melanie Hochreiter (WSV Bischofswiesen), Yannik Angenend (FC Lengdorf), Ole Mikkel Prantl (WSV Königssee) sowie den Nachwuchsfahrern Max Kühnhauser (WSV Königssee) und Samuel Vojtasek (SC Schellenberg) verpasste am ersten Renntag die Qualifikation für die Finalläufe.
Gerade für das junge Duo Kühnhauser/Vojtasek, das in Mylin seine ersten Weltcuprennen außerhalb Europas bestreitet, steht das Sammeln von Erfahrung im Vordergrund.
Mit einem abgeschüttelten ersten Rennfieber, einer starken Trainingsbasis aus drei Wochen China und ersten Erfahrungen auf der hiesigen Piste richtet das deutsche Race-Team den Blick nun geschlossen auf den zweiten Parallelslalom in Mylin – mit dem Ziel, die gute Ausgangslage in Ergebnisse umzuwandeln.
Foto: Miha Matavz / FIS / Action Press International