Starker Auftritt in Carezza: Huber Siebter, Baumeister Achter – vier Deutsche in den Finals
Beim heutigen Parallel-Riesenslalom-Weltcup in Carezza (ITA) haben sich vier deutsche Athlet*innen für die Finalläufe qualifiziert. Elias Huber und Stefan Baumeister kämpfen sich bis ins Viertelfinale und beenden das Rennen auf den Plätzen sieben und acht. Cheyenne Loch und Yannik Angenend scheiden im Achtelfinale aus.
Extreme Bedingungen fordern das Feld
Der Weltcup in Carezza verlangte den Athlet*innen alles ab: Wechselhaftes Wetter mit Nebel, Sonne, Schnee und Regen sorgte über den gesamten Wettkampftag hinweg für ständig neue Bedingungen auf der Strecke. Konzentration, Anpassungsfähigkeit und Materialgefühl waren entscheidend – kleine Fehler oder technische Probleme hatten große Auswirkungen auf den Rennverlauf.
Cheyenne Loch (SC Schliersee), Elias Huber (SC Schellenberg), Stefan Baumeister (SC Aising-Pang) und Yannik Angenend (FC Lengdorf) erreichten die Finalläufe.
Angenend mit starker Qualifikation – Defekt stoppt Lauf
Für Yannik Angenend endet ein insgesamt sehr gelungener Wettkampftag unglücklich im Achtelfinale. Nach seiner bislang besten Weltcup-Qualifikation scheidet er aufgrund eines technischen Defekts an der Bindung aus.
„Ich bin super glücklich mit dem Tag, vor allem nach der Qualifikation. Das war mein bestes Ergebnis in der Quali im Weltcup bisher. Ein bisschen schade, dass ich durch den technischen Defekt an meinem Schuh dann ausgeschieden bin, aber da kann man nichts machen.“
Loch scheitert nach Linienfehler im Achtelfinale
Cheyenne Loch trifft im Achtelfinale auf die Polin Aleksandra Król-Walas. Die Deutsche wählt eine ungünstige Linie, kommt kurz aus dem Rhythmus und kann den Rückstand nicht mehr aufholen.
„Ich habe leider hier die falsche Linie gewählt, hatte dann zwischendurch einen kleinen Hackler und dann hat es leider nicht gereicht. Eigentlich ist Carezza für mich einer der besten Hänge – schade, dass es heute nicht gereicht hat.“
Huber erfüllt Ziel Top Acht – Platz sieben nach Viertelfinal-Aus
Elias Huber zeigt erneut eine starke Leistung und erreicht das Viertelfinale. Dort unterläuft ihm gegen den Italiener Aaron March ein Fehler, nach dem er nicht mehr in die Geschwindigkeit kommt und den Lauf nicht zu Ende bringen kann.
„Ich hatte mir eine Top-acht-Platzierung vorgenommen. Ich war im ersten Lauf ein bisschen nervös und daher wirklich zufrieden mit Platz sieben.“
Der Blick geht für Huber bereits nach vorne:
„Ich freue mich auf Davos und auf den Slalom. Danach gibt es eine kleine Pause – und im neuen Jahr wird voll angegriffen!“
Baumeister kämpft sich krank ins Viertelfinale
Stefan Baumeister erreicht trotz gesundheitlicher Einschränkungen die Runde der besten acht. Im Viertelfinale unterliegt er dem Italiener Mirko Felicetti, der ihn bereits beim Weltcup in Mylin im Big Final bezwungen hatte.
„Ich habe in den letzten vier Tagen noch im Bett gelegen und eine Erkältung auskuriert, wollte hier dann probieren, wie es geht. Mit dem heutigen achten Platz kann ich entsprechend gut leben. Jetzt schauen wir, wie es in Davos im Slalom läuft.“
Marks zufrieden: „Ganz vorne mitmischen – das ist toll“
Bundestrainer Paul Marks zieht nach dem Rennen ein positives Fazit – insbesondere angesichts der schwierigen Bedingungen und der starken Konkurrenz aus Italien und Österreich:
„Heute war es nicht easy, aber drei Jungs im Finale, die ganz vorne bei den Italienern und Österreichern mitmischen – das ist toll. Auch dass Stefan nach seiner Krankheit auf Platz acht fährt, ist stark. Ich bin einfach richtig zufrieden.“
Blick nach Davos und in die Weihnachtspause
Mit Carezza endet ein intensiver Weltcup-Block für das deutsche Race-Team. Der letzte Stopp vor der Weihnachtspause steht bereits am Samstag an:
„Das Rennen in Davos macht den Abschluss dieses langen Monats. Wir bringen ein paar junge Athlet*innen mit und gehen nochmal all in für das letzte Rennen – und dann gibt es eine wohlverdiente Pause.“
Bildrechte: FIS / Miha Matavz