Ulbricht zündet Turbo - und gewinnt drittes Weltcuprennen
Angesagter Schneesturm am Samstag. Startturbo von Leon Ulbricht am Freitag. Der Deutsche wiederholt in einem vorgezogenen Rennen seinen Weltcupsieg vom Vorjahr in Erzurum (TUR). Teamkollege Martin Nörl wird guter Sechster.
Olympisches Déjà-vu: Leon Ulbricht (SC Rötteln) und Martin Nörl (DJK-SV Adlkofen) treffen im Viertelfinale des Snowboardcross-Weltcuprennens in Erzurum (TUR) aufeinander. Es kommt erneut zum Duell der deutschen Spitzenathleten. Anders als beim dramatischen Crash in Livigno vor zwei Wochen, dieses Mal mit einem guten Ende für beide: Sowohl Ulbricht als auch Nörl zeigen ihr herausragendes fahrerisches Können und qualifizieren sich für die Top Acht.
Aber für Ulbricht nicht genug: Der 21-Jährige bleibt auch danach ungeschlagen. Vor allem am Start zündet er in dem wegen eines vorhergesagten Schneesturms um einen Tag vorgezogenen Rennens den Turbo. Souverän fährt der SNBGER-Athlet wie im Vorjahr an gleicher Stelle seinen insgesamt dritten Weltcupsieg ein.
„Das ist absolute Genugtuung. Der Frust von Olympia ist noch nicht ganz weg. Der Sieg heute gleicht das ein bisschen aus. Heute war das Quäntchen, Glück auf unserer Seit und für mich ein nahezu perfekter Tag. Unsere Servicemänner haben außerdem ganze Arbeit geleistet.“
Mit dem Sieg heute macht Ulbricht im Gesamtweltcup einen großen Sprung nach vorne. Er rangiert im Overall-Ranking aussichtsreich auf Platz zwei.
„Ein großer Teil der Saison liegt noch vor uns. Die Motivation ist voll da. Wir schauen, was noch möglich ist.“
Starkes Rennen auch für Martin Nörl (DJK-SV Adlkofen): Nach eindrucksvollen Aufholjagden sowie Überholmanövern im Viertel- als auch kleinen Finale, kommt der 32-Jährige am Ende auf Platz sechs. Einzig der ein oder andere Wackler am Start verhindern ein noch besseres Ergebnis.
„Im Viertel- und Halbfinale habe ich oben zu viel Zeit liegen gelassen. Das ärgert mich. Vor allem, weil ich mich auf der Strecke sehr wohl gefühlt habe.“
Die Kurven hatten es bei windigen und nebligen Bedingungen sowie Neuschnee auf der Strecke in sich. Das wurde Jana Fischer (SC Löffingen) zum Verhängnis. Nach dem Start in Schlagdistanz zur Spitze, passiert ihr in einer Bank im oberen Teil der Strecke ein folgenschwerer Fehler, der ihr viel Zeit – und den möglichen Einzug ins Halbfinale – kostet. Sie beendet das um einen Tag vorgezogene Rennen auf Platz zehn.
Achtelfinal-Aus für Kurt Hoshino (SC Sonthofen): Der junge Deutsche wird unglücklich aber im Rahmen des Reglements vom Spanier Alvaro Romero Villanueva abgedrängt. Er stürzt und hat keine Chance mehr auf das Viertelfinale. Am Ende belegt Hoshino Rang 30.
Niels Conradt (SC Dingolfing) kann sich als 37. der Qualifikation nicht für das Achtelfinale qualifizieren.