Zurück in der Slalom-Erfolgsspur: Stefan Baumeister in Bad Gastein Vierter
Stefan Baumeister greift im Parallel Slalom erstmals seit drei Jahren wieder ganz vorne an. Ramona Hofmeister zeigt nach ihrem Comeback-Coup ein weiteres gutes Rennen. Und die SNBGER-Youngster schielen nach Olympia. Das Nachtrennen von Bad Gastein im Überblick.
Der Ärger stand Stefan Baumeister (SC Aising-Pang) ins Gesicht geschrieben. Seit drei Jahren kam der 32-Jährige dem Podium im Parallel Slalom nicht mehr so nahe wie in Bad Gastein (AUT). Beim Nachtrennen belegt der Raceboarder Platz vier. Undankbar, weil Platz vier. Undankbar aber auch, weil der Deutsche die Qualifikation gewonnen und gezeigt hat, dass er der Schnellste des Tages hätte sein können. Ein Ticken zu viel Risiko im Halb- und kleinen Finale verhindern seinen ersten Podestplatz seit Januar 2023 in dieser Disziplin.
„“Es ist cool, zu sehen, dass man in der Qualifikation der Schnellste sein kann. Leider konnte ich es im Rennen nicht nach Hause fahren. Ich bin in den letzten beiden Runden nicht schlau gefahren. Da hätte ich früher Gas rausnehmen sollen. Das war zu viel unnötiges Risiko, dass dann zu Fehlern geführt hat.““
Hofmeister mit Fehler – und Platz 9
Geärgert hat sich auch Ramona Hofmeister (WSV Bischofswiesen). Aber nur ganz kurz. Der 29-Jährigen, die sich vergangenen Samstag nach dreieinhalb Monaten Verletzungspause mit einem Sieg eindrucksvoll zurückmeldete, ist die Freude über das Comeback anzusehen. Nach ihrem Coup vom Wochenende belegt sie in Bad Gastein Platz neun. Ein Schnitzer gleich zu Beginn des Achtelfinales kostet zu viel Zeit.
„ „Nachdem abenteuerlichen Wochenende in Scuol musste ich mich erstmal sammeln. Natürlich hätte ich heute gerne noch mehr Fahrten gezeigt. Bad Gastein ist ein ganz besonderes Rennen, meine ganze Familie ist da. Aber das hat heute nicht sein sollen. Ich stand in der Vorbereitung nur zwei Tage auf dem Slalomboard. Da fehlt mir die Routine.“ “
Mathilda Scheid schafft deutsche Olympianorm
Gestrahlt über das ganze Gesicht hat aus deutscher Sicht heute vor allem Nachwuchstalent Mathilda Scheid (WSV Bischofswiesen): Die 19-Jährige jubelt über ihren zweiten Finaleinzug im Weltcup und Platz 13. Damit hat die SNBGER-Athletin die deutsche Olympianorm – zweimal Top 16 – geschafft.
„“Das war ein Kampf. Nervosität trifft auf schwierige Pistenverhältnisse. Jetzt bin ich überglücklich, dass es für das Finale gereicht hat – auch wenn mein Achtelfinale nicht so toll gelaufen ist.““
Kühnhauser mit bestem Weltcupergebnis, Hochreiter und Huber nicht im Finale
In sein erstes Weltcupfinale carvte in Bad Gastein Max Kühnhauser (WSV Königssee). Der 22-Jährige freut sich über Platz 15 – und die halbe Olympia-Norm.
Melanie Hochreiter (WSV Bischofswiesen), die Drittplatzierte von vergangenem Samstag, und Elias Huber (SC Schellenberg) setzen vor allem auf den Parallel Riesenslalom. In Bad Gastein konnten sie sich nicht für die Finalläufe qualifizieren. Sie belegen die Plätze 18 und 24.
Cheyenne Loch (SC Schliersee), die bereits fix für Olympischen Spiele qualifiziert ist, hat das Rennen wegen Rückenproblemen ausgelassen.
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